26. Jun. 2014

Lilly

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Lilly

Lilly wurde vor genau einem Monat – am 26. Mai 2014 – eingeschläfert. Sie hatte ein Leiden an ihrer Leber und in diesem Zusammenhang seit einer Woche das Fressen verweigert und dadurch auch massiv an Gewicht verloren. Und auch schon im Vorfeld – um Ostern herum hatte Lilly eine ähnliche Krise. Da verweigerte sich auch schon ihr Futter. Schon damals trug ich sie zum Tierarzt, und damals wurde auch das Leberleiden festgestellt. Nach einer zweitägigen stationären Behandlung mit Infusionen begann sie damals dann wieder langsam zu fressen. Obwohl ich auch da schon keine grosse Hoffnungen hatte. Aber damals (an Ostern also) wollte sie wohl noch weiter leben.

Ende Mai anscheinend nicht mehr. Das Futter wurde stehengelassen. Wenn ich ihr ein Leckerli unter die Nase hielt, dann wandte sie den Kopf ab, wollte aber gestreichelt werden. Sehr traurig. Schweren Herzens trug ich Sie also zum Tierarzt. Und brachte sie nicht wieder heim.

Lilly wurde … ja wenn ich nur wüsste, wie alt sie eigentlich wirklich geworden ist? Ich bekam die Katze ja auch erst Anfang April aus dem Tierheim Zürich. Dort wurde ich im März vorstellig auf der Suche nach einer Katze, die sich für eine Haltung in einer Wohnung eignet. Mehr als einen Balkon kann ich einer Katze nicht bieten, eine Möglichkeit für Freigang lässt meine Wohnungssituation nicht zu. Lilly war vorher bei einer alten Dame, die leider verstorben war – und die Erben wollten oder konnten das Tier nicht übernehmen. Also kam sie ins Tierheim oben auf dem Züriberg hinterm Zoo. Man sagte mir, sie sei 10 Jahre alt, aber das sei auch nur die Angabe der Leute, die das Tier abgegeben hatten.

Letztendlich wohnte Lilly also nur etwa 8 Wochen bei mir. Von diesen 8 Wochen verbrachte sie die erste unter meinem Sofa. Klar, sie hatte Angst. So sass sie dort, anfangs mit grossen Augen. Später nur noch wachsam , aber etwas entspannter unter meiner Coach. Nachts, während ich schlief, ging sie an den Futternapf (damals frass sie noch!) und auf die Toilette. Nach wenigen Tagen traute sie sich dann auch schon mal aus ihrem Versteck, wenn ich still sitzen blieb.

Und dann kam der tausendfach beglückende Augenblick, an dem sie sich an meine herunterhängende Hand hinzugehen traute und ihr Köpfchen daran rieb. Und anscheinend bemerkte, dass diese Hand nur Gutes im Sinn hatte. Denn Lilly forderte daraufhin schnurrend alle verpassten Streicheleinheiten der vergangenen Tage (Wochen?) ein. Ich sass da, heulte vor Freude Rotz und Wasser und herzte meinen Stubentiger. Endlich war sie angekommen.

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Lilly kurz vor ihrem Tod

Von da an wurde Lilly sehr schnell zutraulich und verschmust. Wenn ich mich abends ins Bett legte, kam sie zu mir, legte sich auf meinen Bauch, schnurrte und genoss die letzten gemeinsamen Minuten des Tages, trollte sich dann nach 10 bis 15 Minuten wieder davon und rollte sich in ihre Liege hinein. Diese 8 Wochen waren sehr intensiv und trotz der Sorgen um ihre Gesundheit und der Tauer um ihr Ende möchte ich die Erinnerung an diese zwei Monate nicht missen.

Man muss allerdings schon vorsichtig fragen, ob die Katze erst bei mir krank geworden ist, oder ob sie schon im Tierheim krank war und diese Krankheit nicht bemerkt worden ist. Was durchaus passieren kann, weil man gerne eine gewisse Appetitlosigkeit einfach den stressigen Umständen zuschreiben möchte, in die so ein Tier gerät, wenn es ihren „Dosenöffner“ verliert und ins Tierheim kommt. Ich will dem Zürcher Tierschutz glauben, dass sie die Katze als – im Grossen und Ganzen – gesund erachtet haben. Aber es ist dennoch traurig.

Ruhe in Frieden. Du warst eine liebenswerte Katze.

21. Jun. 2014

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Graureiher und Kahn am Au-Weiher, Halbinsel Au(ZH), aufgenommen im Juni 2014

20. Jun. 2014

Schweizer TV Sender-Elite?

Der Monatswechsel von Mai auf Juni brachte für weite Teile der Schweizer Bevölkerung eine gewaltige Umstellung in ihren Alltagsgewohnheiten. UPC Cablecom, seineszeichens einer der grössten Anbieter (evtl. der grösste?) im Schweizer TV-Markt, hat seine angebotenen TV-Sender neu geordnet. Analoges TV gibts immer weniger, digitale Sender immer mehr. Und die Anordnung der Sender auf die Kanalplätze wurden neu geordnet.

Ich bin seit Jahren Cablecom Kunde. Hab damit auch schon Höhen und Tiefen im Bereich des Kundensupport mitgemacht. Das Unternehmen leistete sich mir gegenüber schon den ein oder anderen Fehler, hat sich aber auch andererseits durch recht zuvorkommenden Kundenservice immer wieder rehabilitiert. Letztlich gehts mir aber auch in diesem Beitrag aber auch nicht um den Kundenservice, sondern um die doch recht seltsame Anordnung der TV-Sender. Denn UPC ordnete wie folgt…

  1. SRF1
  2. SRF2
  3. SRF Info
  4. 3+
  5. TV24
  6. S1
  7. STAR TV
  8. Tele Züri

In der Folge dann ausländische Sender: ARD, ZDF ORF1, ORF2, RTL, Sat1 usw… Dass auf den ersten Plätzen ausschliesslich Schweizer Sender zu sehen sind, ist beabsichtigt. UPS Cablecom will so die einheimischen TV Sender stärken.

Aber…

Wenn man sich die Programme von den Sendern auf den Plätzen 4-7 ansieht, dann überkommt mich doch eine seltsame Mischung aus Ekel, Kopfschütteln und Hilflosigkeit. Abends mag das ja noch einigermassen sinnvoll erscheinen, aber vor allem in den Tagesstunden sieht man da ausschliesslich Müll:

  • Wahrsager (Mike Shiva – würg!!)
  • Dauerwerbesendungen

Das also ist Schweizer Qualitätsfernsehen? Das also meint UPC Cablecom fördern zu müssen?? Gehts noch???

Liebe UPC Cablecom: Bitte gib mir die Möglichkeit, TV Sender nach eigenem Geschmack anordnen zu dürfen!!

 

17. Jun. 2014

Vier-Null

In diesen Tagen geht ein kleiner Riss durch meine Bekanntschaft: Freunde, Arbeitskollegen, Familie… Auf dem einen Extrem sind das die absolut fussball-begeisterten, auf der anderen Seite die Leute, die mit Fussball überhaupt nichts anfangen können, ja ihn und seine Begleiterscheinungen auch regelrecht hassen.

Ich stehe irgendwo dazwischen. Ich mag das Spiel. Ich liebe die Momente, wenn die Schweiz (wie vor einigen Tagen) noch kurz vor dem Abpfiff das entscheidende Siegtor erzielt. Oder die USA gestern nacht schon nach 30 Sekunden in Führung gehen – und dann ebenfalls kurz vor Spielende den MAtch glücklich für sich entscheiden. Oder auch die Momente, wenn mit erleben darf, wie Thomas Müller aus den kleinsten Gelegenheiten ein Tor schiesst. So schiesst man dann Portugal 4.0 ab. Da sitze ich gefesselt, gerührt und begeistert vor dem TV. Weil tatsächlich Emotionen generiert werden. Und ich diesen dann auch gerne verfalle.

Aber ich sehe natürlich auch die Schattenseiten. Die FIFA (zu Ehrenrettung: auch viele  andere Sportverbände) sind schon fast ein Synonym für Korruption geworden – so hört man zumindest vielerorten. Mal davon abgesehen, dass gerade der Profifussball sich die Anklage gefallen lassen muss, dass grosse Erträge auf Kosten der Steuerzahler erwirtschaftet werden. Würde man alle Kosten rund um ein Fussballspiel (Polizeieinsatz, Feuerwehreinsatz, Müllentsorgung usw…) auf die Veranstalter und die Zuschauer umwälzen, dann wäre Profi-Fussball vielerorten kein rentables Geschäft mehr. Was zur Folge hätte, dass es weniger Profifaussball gäbe. Und – was noch weiterhin dazu kommt: Problemfeld „Fanausschreitungen“: Wer zahlt da die Kosten? Wer schützt und rehabilitiert Opfer? Erfreulicherweise blieben davon die Weltmeisterschaften grossteils verschont.

Die derzeitige Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien ist ein Hochglanzprodukt, in dem innen etliches faul sein könnte. Ich bin kein Journalist, also werde ich mich hüten, ohne irgendwelche unbelegbaren Behauptungen aufzustellen. Der obige Absatz fasst – IMHO – nur einiges zusammen, was ich höre und lese. Schade, dass ein so interessanter Sport mit so unschönen Begleiterscheinungen angereichert ist.

Denn das 4:0 von Deutschland gegen Portugal war eine schöne Fernsehstunde.

12. Jun. 2014

Rigibahn

Ein paar Bilder von der Goldau-Rigi-Zahnradbahn

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Auf die Rigi führen zwei Zahnradbahnen hoch. Die eine „blaue“ Bahn kommt von Arth-Goldau hoch, die andere „rote“ führt von Vitznau am Vierwaldstätter See hoch an den Gipfel. Kurz vor dem Kulm, am „Staffel“ treffen beide Bahnen aufeinander und fahren dann einträchtig nebeneinander das letzte Stück hoch zur Gipfelstation.

Die Rigi ist ein prächtiger Aussichtsberg. Vom Gipfel in 1800 m Höhe (über NN) hat man ein wunderbares 360-Grad-Panorama. Luzern und fast der gesamte Vierwaldstättersee im (Nord)westen, in Richtung Norden sieht man nach Zug (und dem Zuger See) hinab. Im Südwesten erblickt man das Tal Richtung Gotthard mit Erstfeld. Und natürlich die ganze Kette der Schweizer Alpen im Süden. Ein echter Ausflugsberg!

Die Bilder entstanden am 09. Juni 2014.