17. Jul. 2014

Zürcher Streiflicht 1

12. Jul. 2014

ZDF und ihre Besten

Das ZDF muss einräumen, dass sie bei der Präsentation der beliebtesten Männer und Frauen für ihre beiden Sendungen „Deutschlands Beste“ Anfang Juli die Reihenfolge manipuliert hat. Mit dem Hintergrund, den ein oder anderen Gast (den man medienwirksam präsentieren kann und der auch der Einladung gefolgt war) etwas besser dastehen lassen zu können.

Liebes ZDF, wehe ihr berichtet irgendwann noch Mal über Manipulationen beim ADAC!!!

Nix gelernt, oder??

Wäre ich einer der lieben Promis, die da in eine der beiden Shows auf dem Sofa sassen, dann wäre meine Kritik noch viel harscher. Denn dann wird es persönlich. Dümmer kann man seine Stargäste doch wirklich nicht mehr brüskieren!

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7. Jul. 2014

Rund um den Hardturm

Hardturm3

Hardturm von der Limmatseite her

Mein gestriger Sonntags-Spaziergang führte mich u.a. in Zürichs Industrieviertel. Ziel war der Hardturm, ein mittelalterliches Gebäude aus dem 13. Jh. Es dürfte wohl eines der ältesten noch erhaltenen Gebäude in der Stadt Zürich sein, steht aber nichtsdestotrotz nicht etwa nahe der Altstadt rund um die Seemündung. Sondern eben einige Kilometer weiter im Westen, wo im Mittelalter eine Befestigungslinie unterhalten wurde. Natürlich befindet sich dieses Gebäude unter Denkmalschutz, ist aber dennoch privat bewohnt. Allzu viel Platz dürfte es drinnen jedoch nicht geben, denn der Turm hat verdammt dicke Mauern (bis zu 3,5m).

Direkt neben diesem Gebäude befindet sich die Wohnüberbauung Limmatwest. Man kann dort recht problemlos auf die oberen Terrassen gelangen, denn der Aufzug und die Treppen sind von aussen her für jedermann zugänglich. Nicht öffentlich, aber eben zugänglich. Aus diesem Grunde war es mir auch möglich, den Hardturm von oben her abzulichten.

In der Nachbarschaft kann man – wenn man denn schon dort ist, einen Rundgang zu den Bernoullihäusern machen. Diese kleine Reihenhaussiedlung befindet sich gleich westlich vom Hardturm. Direkt neben der entsprechenden Tram-Haltstelle habe ich dann auch mal endlich die nette Balkonkatze fotografiert (nachdem ich da schon 1000 Mal vorbeigefahren bin). Interessant ist auch ein Blick über die Zäune in die kleinen Gärten: die sind von doch recht abwechslungsreich. Neben total verwilderten Naturreservaten findet man akkurat gepflegte Kleinode oder kitschig pittoreske Sammlungen von Gartenskulpturen. Ganz nebenbei: so ein Haus hat einen Marktwert von ca. 1. Mio CHF.

öV: Tram 17, Hst. Fischerweg bzw. Bernoullihäuser

4. Jul. 2014

Pendler oder Anwohner. Oder beides?

Bei mir im Quartier Zürich Altstetten wird gerade ein klein wenig der Bürgeraufstand geübt. Denn die Stadt Zürich plant die Verlegung der Tramlinie 2. Statt wie bisher am Lindenplatz geradeaus zum Farbhof zu fahren, soll das Tram in ein paar Jahren ein Eck über der Bahnhof Altstetten nehmen.

Hintergrund der Planungen ist die Limmattalbahn, die in 6 bis 7 Jahren von Westen her kommend am Bahnhof Altstetten enden wird. Mit der Verlegung der Tramlinie 2 will man für die Pendler am Bahnhof Altstetten ein umfangreiches Umsteige-Angebot realisieren. Tram, Limmattalbahn, Bus und S-Bahn auf engsten Raum.

Jedoch regt sich bei der Altstetter Bevölkerung breiter Widerstand gegen diese geplante neue Linienführung. Zum einen wird bemängelt, dass der Lindenplatz als derzeitiges Quartierzentrum abgewertet werden wird, weil das Tram dann nicht mehr direkt am Platz, sondern vor der Migros in der Altstetterstrasse halten soll. Zum zweiten wird die geplante Gestaltung des Altstetter Bahnhofsvorplatzes bemängelt. Die Haltekanten werden kreuz und quer verteilt, der Bus soll dort mitten durch Fussgängerströme verkehren. Und nicht zuletzt wehren sich nicht wenige gegen die Aufhebung der Tramhaltestelle Bachmattstrasse. Grundtenor: Alles für die Pendler auf Kosten der Anwohner??

Zu dieser letzten Gruppe zähle ich mich übrigens auch. Denn die Bachmattstrasse ist meine Haltestelle. Zwar soll sie ja nicht vollständig aufgehoben werden – es soll die Buslinie 35 zukünftig dort halten, aber aufs Tram müsste ich zukünftig dann zum Lindenplatz rüberlaufen. Das ist für mich eine Einschränkung. Die mir natürlich nicht passt. Obwohl das Jammern auf hohem Niveau ist, denn der Fussweg zum Lindenplatz dauert gerade mal 5 Minuten.

Was mir aber mehr aufstösst, ist die – in meinen Augen – fast vollständige Sinnlosigkeit des ganzen Vorhabens. Da wird Geld verplant für eine Sache, die es einfach nicht wert ist. Limmattalbahn-Benutzer können auch am Farbhof aufs Tram umsteigen. Eine Anbindung der S-Bahn an die Linie 2 halte ich persönlich für nicht so wichtig. Man hat bereits die Tramlinie 4 (nördlich der Bahnlinie) und den 31er Trollybus (südlich der Bahnlinie). Es bleibt allerdings abzuwarten, ob der Trolleybus genügend Kapazität bietet.

Die Stadt Zürich war anscheinend überrascht ob der heftigen Gegenwehr und suchte nun den Dialog mit den Anwohnern. Dazu wurde auf gestern zu einer Veranstaltung im Hotel Spirgarten am Lindenplatz geladen. Der Andrang war gross und ebenfalls der von den Anwohnern geäusserte Unmut. Es bleibt abzuwarten, ob die Herrschaften Stadträte ihre Lehren aus dem gestrigen Abend ziehen. Ich persönlich habe da so meine Zweifel. Und ich bin gespannt, wie es nun weitergeht.

Anmerkung: Dies spiegelt meine persönliche und private Meinung als Anwohner von Zürich-Altstetten wider.  Beruflich (als Tramchaffeur) ist es mir eher unwichtig, wie die Linie 2 geführt werden soll.