23. Sep. 2014

Modellbahn-Anlage: Rohbau

Modelleisenbahnanlage - rechter AnlagenteilIn den vergangenen zwei Wochen bin ich wieder ein paar Schritte vorangekommen mit dem Bau meiner Modellbahn-Anlage. Die Gleiswendel am rechten Anlagenrand steht und der zentrale Bahnhofsbereich hat seine ersten Holzplatten erhalten. Zwei Gleise liegen bereits probehalber drauf. Ich bin also noch immer im Rohbau: Trassen werden ausgesägt und verschraubt, darauf dann die Gleise. Für die nächsten Schritte (des Trassenbaus) arbeite ich mich dann auf dem ca. 20 cm hohen Bahnhof weiter nach links vor. Dort wird dann die Strecke in einem weitem Bogen mit einem Gefälle zum vorderen Anlagenrand weitergeführt.

Weil dies mein erster Beitrag über meine Eisenbahnanlage ist, gibt es erst einmal einen Gleisplan zur Übersicht. Diesen Plan habe ich nicht selbst erstellt, sondern ich verwende als Vorlage einen alten Vorschlag von Märklin (den kann man übrigens hier runterladen)

Modelleisenbahnanlage Übersichtsplan

Die Anlage wird ca 3,6 Meter breit werden, die Tiefe beträgt knapp 1,5 Meter. Fertig verlegt sind inzwischen der dreigleisige Schattenbahnhof, die Paradestrecke am vorderen Anlagenrand und eben die (unterirdische) Gleiswendel auf der rechten Seite. Ein kleine Herausforderung wird dann noch die Wendeschleife (auf dem Bild Tunneleingang mit „10“ markiert), die eben genau unter dem Bahnhofsbereich, aber auch exakt über dem Schattenbahnhof (quasi als Zwischenebene in 10 cm Höhe) reingezimmert wird. Kann sein, dass ich dafür noch die ein oder andere Stützstrebe für die Bahnhofsplatte versetzen muss.

Modelleisenbahnanlage - SchattenbahnhofWenn die Gleise dann mal alle liegen (das hoffe ich bis spätestens Weihnachten erledigt zu haben), kann die Verkabelung beginnen. D.h., die Weichen erhalten Antriebe, Kontaktstellen werden installiert und verkabelt, usw… Wahrscheinlich werde ich den Bahnhof etwas schlanker bauen als oben dargestellt. Das Stumpengleis ganz vorne (4) entfällt, und auch beim Betriebswerk (6) bzw. Lokschuppen (7) könnte es Änderungen geben. Die Landschaftsgestaltung betreffend plane ich, rechts anstatt eines bewaldeten Berges mit Bergkirche (13) eine kleine Stadt hin zu stellen: mit Stadtmauer, schönen pittoresken Fachwerkhäusern, Kopfsteinpflaster, schmiedeseiseren Strassenlampen usw. Auch das Wasser am vorderen Rand wird es bei mir nicht geben, allerhöchstens irgendwo einen Bach.

Was gibt es auf den zwei Fotos noch zu entdecken? Man kann evtl. erkennen, dass ich Teile des Schattenbahnhofes bereits mit einem Dämmvlies unterlegt habe – in der Hoffnung, so etwas die Geräuschentwicklung zu mindern. Unterirdisch plane ich das mit diesem Vlies, bei den sichtbaren Streckenteilen voraussichtlich mit einer Korkunterlage.
Die Trassen selbst sind mit 10 mm Sperrholz verlegt, die ganzen Spanten sind aus 40 x 60 mm Fichtenholz verschraubt. Ich habe die Anlage so konstruiert, dass man sie genau in der Mitte auseinandernehmen kann. Für den Fall, wenn man sie (aus Platzgründen) weglagern muss, oder damit man sie bei einem Wohnungsumzuges leichter transportieren kann.
Im Moment steht noch eine alte Central Station 1 zur Steuerung der Züge an der Anlage. Aber bevor ich nicht alles weitgehend verkabelt habe, mache ich mir noch keine Gedanken über eine Neuanschaffung einer aktuelleren Steuerungszentrale. Wer weiss was bis dahin dann auf dem Markt verfügbar ist.
Als Rollmaterial kommen bei mir Lokomotiven und Wägen nach deutschen Vorbildern aus den 70er und 80er Jahren zum Einsatz (sog. Epoche IV). Das war die Zeit, als die allerletzten Dampflokomotiven noch fuhren, als dann in (West-)Deutschland die Züge in Korallblau-Beige lackiert wurden. Das ist die Zeitepoche meiner Kindheit, damals hat irgendwas diesen komischen Eisenbahnvirus bei mir keimen lassen. Und es ist auch m. E. finanziell sinnvoll, sich bei der Anschaffung dieser teuren Lokomotiven und Wägen auf ein konkretes Sammelgebiet einzuschränken.

22. Sep. 2014

Das Loch nach dem Konzert

Wohl jeder Mensch kennt das: Wenn man ein Projekt erfolgreich abgeschlossen hat, dann gibt es unmittelbar danach ein paar Tage, in denen man so richtig schön in ein nettes Loch fallen kann. Die Anspannung der letzten Tage ist vorbei, und Körper und Geist fordern nun Tribut. Bei Schwangerschaften/Geburten kennt man das postpartale Stimmungstief (Babyblues), bei Musikern ist es eben das berühmte „Loch nach dem Konzert“.

Nun, genau da bin ich schon gestern Abend hineingefallen, als ich heimkam. Deprimierend. Nur tröstend, dass dieser Zustand nicht lange anhalten wird. Das lehrt mich die Erfahrung.

Es waren zwei gute Konzerte.

Für beide Aufführungen meine ich behaupten dürfen, dass auch musikalisch gebildete und anspruchsvolle Zuhörer unser Dargebotenes zu schätzen wussten. Und dann auch mit gebührendem Applaus belohnt hatten. Das Publikum in Aarau wartete in ergriffener Stille noch etliche Sekunden nach dem Verklingen des Schlussakkords mit dem Klatschen. Im Grossmünster hingegen – so schien es mir – gab es ein paar sog. „Operngänger“, die schon Sekundenbruchteile nach dem Schlusston losklatschten und auch Beifallsbekundungen mit Rufen und Fussgetrampel anreicherten. Ich weiss nicht, was ich davon halten soll. Gewiss, Mendelssohns Musik hat so ihre Momente. Und natürlich endet der „Lobgesang“ mit einem furiosen und glänzenden Schlusschor. Aber ist echte Begeisterung? War unsere Darbietung wirklich so mitreissend?

Wie auch immer. Ich habe das Singen sehr genossen. Auch das Zuhören bei den Teilen, wo der Chor schweigt (Arien, Instrumentalstücke) war ein Genuss. Und natürlich auch der Applaus. Umso ernüchternder dann die Rückkehr zur Normalität. Das Erfreuliche ist aber, dass die Erinnerung meist nur die Glanzmomente behält. Und genau deswegen bereitet mir nicht nur das Musizieren an sich so viel Freude, sondern auch das Darbieten dieser Musik.

17. Sep. 2014

Mendelssohns Lobgesang

betttagskonzert2014

Betttagskonzert 2014: Mendelssohns Lobgesang

Am kommenden Wochenende kann man mal wieder die Früchte eines meiner Hobbys geniessen. In zwei Konzerten werde ich (als Chorbass) mitwirken.

Sa. 20.09. um 19:30 in in der Ref. Stadtkirche Aarau

So 21.09 um 17:00 im Grossmünster Zürich

Beide Male singen wir Mendelssohns „Der Lobgesang“ und den Psalm 115.

 

In den letzten Wochen ging diesen beiden Konzerten eine recht strenge Phase des Einstudierens voran. Selten habe ich ein Chorwerk in so kurzer und intensiver Probe-Arbeit einstudiert. Insgesamt zähle ich (inklusive der Haupt- und Generalprobe im Laufe dieser Woche) nur 5 Probe-Abende.

Aber wir – das sind das Collegium Vocale Grossmünster, das Orchester La Chapelle Ancienne und die Solist(inn)en sind vorbereitet. Mendelssohn hat mit diesen beiden Werken grossartige Musik komponiert. Und ich freue mich, mitsingen zu dürfen.

 

Vorschau Advent 2014: Bachs (Vater & Sohn) Magnificat mit der Aargauer Kantorei

14. Sep. 2014

Hallo, Mr. President

Nennt mich meinetwegen unheilbar romantisch. Oder auch anspruchslos. Ist mir völlig egal. Auf 3plus lief gerade Hallo, Mr. President. Ich habe diesen Film bestimmt schon 10 Mal angesehen. Vielleicht auf öfters. Aber er gefällt mir. Und ich werde ihn bestimmt noch weitere 10 Mal ansehen.

 

 

Annette Bening und Michael Douglas harmonieren glänzend miteinander. Und Michael J. Fox und Martin Sheen als Mitglieder des Präsidentenstabs sind auch einfach gut.

Und wenn wir schon bei Filmen rund um die menschliche Seite eines amerikanischen Präsidenten sind… Auch der Film „Dave“ mit Kevin Kline und Sigourney Weaver ist einfach gute Unterhaltung.

12. Sep. 2014

Zoo Zürich

Das Schöne an einer Zoo-Jahreskarte ist die Freiheit, nicht alles bei einem Zoobesuch ablaufen zu müssen. Man kann ja recht bald wieder kommen. Und so nahm ich mir bei meinem letzten Besuch (vor ein paar Tagen) eigentlich nur vor, mir das neue Elefantenhaus anzusehen – inklusive dem kleinen Elefantenbaby Omysha. Doch es kam dann doch wieder anders. Denn es war zeitnah eine Präsentation bei den Amur-Tigern angekündigt. Also spazierte ich erst einmal dorthin.

Die Tigerpaar – so wurde erzählt – harmoniert gut miteinander, so dass man sie problemlos zu zweit im Gehege lassen kann, obwohl Tiger eigentlich eher Einzelgänger sind. Der letzte Nachwuchs ist inzwischen ca. 3 Jahre her, seitdem wird (auf Anlass des Europäischen Zuchtprogramms) verhütet. An diesem Nachmittag präsentierten beide Tiger einen gesunden Appetit auf Fleisch, während hingegen der Duftsack ignoriert wurde.

Wenn ich schon bei den Grosskatzen war, dann schaute ich auch gleich mal bei den Löwen vorbei. Als ich das Löwengehege vor ca. 3 Jahren zum ersten mal sah (damals war es brandneu), war ich etwas skeptisch. Inzwischen haben die Pflanzen und Bäume in dem Areal sich aber entwickelt, so dass mir der Platz recht gut gefällt.

Die Löwin Jeevana liess sich erfreulicherweise etwas nach vorne locken, indem man Karpfen im Teich fütterte. Die Bewegung an der Wasseroberfläche erregte ihre Neugier.

 

Nach den Löwen „tigerte“ ich dann grad noch zu den Schneeleoparden. Dort hat es ja auch erst kürzlich mit Orya und Okara Nachwuchs gegeben. Die schönen schwarz-weissen Katzen waren aber an diesem NAchmittag doch recht schläfrig. Man sieht auf den Fotos übrigens recht gut die uralte Verletzung bei der Katzenmutter Dshamilja an der Hinterpfote, die ihr angeblich von Wilderern zugefügt wurde (und die wahrscheinlich auch dazu geführt hat, dass diese Leopardin nun in einem Zoo lebt, weil sie in der freie Wildbahn das nicht überlebt hätte – aber das ist meine persönliche Vermutung – ich werde das bei einem nächsten Zoobesuch mal erfragen…)

Bei diesen Fotos habe ich zum ersten Mal ein wenig mit HDR experimentiert. Es ist noch ein Lernprozess….

Ach ja… Elefanten!! Natürlich bin ich dann doch noch gegen 17 Uhr (Zooschliessung nahte also bereits) hingewandert. Und ich hab auch noch ein Schnappschüsschen von der kleinen Omysha machen können. Weil jedoch ein Gewitter nahte, flüchtete ich recht schnell in die Masoala-Regenwaldhalle. Diese Halle fasziniert mich immer wieder, erst recht seit es die Aussichtsplattform über den Baumwipfeln gibt.

Pünktlich zur Zooschliessung war dann das Gewitter auch vorbeigezogen, so dass ich das trockene Dach der Regenwaldhalle verlassen konnte. Aber beim nächsten Besuch werde ich mir wieder mehr Zeit für diese grüne Sauna nehmen (und auch etwas mehr zu trinken !!). Die Halle braucht Zeit. Aber einfach nur auf der Baumwipfelplattform könnte ich stundenlang stehen. Die Geräuschkulisse ist einfach extrem faszinierend. Und auch wenn man die Tiere nicht so schön auf dem Präsentierteller zu sehen bekommt, so entdeckt man immer wieder etwas. Und sei es nur die Überraschung, als sich vermeintliche Vögel bei näherer Betrachtung aus Flughunde entpuppten.

Mal sehen – ob ich beim nächsten Besuch dort ein nettes Video hinbekomme.