23. Jan. 2015

Zürcher Streiflichter 3

22. Jan. 2015

Kleben oder Schrauben

Eins muss man der Baufirma bescheinigen, welche die Überbauung erstellt hat, in der sich meine Wohnung befindet: sie hat echt harten Beton verwendet. Und mit hart meine ich H-A-R-T. Es ist nicht leicht, in die Wände meiner Wohnung ein Loch zu bohren. Ich erinnere mich, dass ich schier verzweifelt bin, als ich kurz nach dem Einzug nur vier Löcher in die Wand neben der Eingangstür bohren wollte, um dort meine Garderobe  anzubringen.

Ich hatte aber auch noch vor, im Bad eine Deckenlampe anzubringen. Schon allein der Gedanke, da nun auch noch zwei Löcher reinhauen zu müssen, verursachte mir Kopfzerbrechen. Also beschloss ich damals, diese Lampe an die Decke zu kleben. Glaubt man den Herstellern von doppelseitigen Klebebändern und sonstigen Klebstoffen, so sollte das eigentlich keine schwere Übung sein. Superstark. Superstrong. 100kg pro m2. Usw.

Nun gut, das wären pro cm2 immer noch 10 Gramm. Das klingt dann doch nicht mehr so superstark. Aber ich probierte es aus. Mehr als schiefgehen kann es ja nicht. Also klebte ich die Lampe im Bad an die Decke. Und das, obwohl mich das Kleingedruckte auf der Verpackung des doppelseitigen Klebebandes warnte: Überkopfverklebungen werden nicht empfohlen.

Knapp drei Jahre hielt das Konstrukt. Immerhin. Dann löste sich – wohl wegen Altersermüdung oder Feuchtigkeitseinfluss (nenne es wie du es willst) – mit einem hässlichen Geräusch die Metallplatte von der Decke. Das Glas der Lampe fiel dabei vollständig herunter, blieb dabei aber wunderbarerweise heile – dem Badezimmerteppich sei Dank. Der Rest wurde nur noch von den Stromkabeln selbst gehalten.

Lampe Bad

Lampe Bad

Bleibt ja dann wohl doch nur Dübel und Schraube. Hmpf. Nun gut, harten Beton kann man wohl am besten nur mit geeignetem Werkzeug besiegen. Also ab zum Baumarkt, einen guten Betonbohrer kaufen. Anschliessend machte ich mich an die Arbeit – natürlich erst, nachdem ich die Stromsicherung fürs Bad raus genommen habe (sicher ist sicher!). Und irgendwann waren die beiden Löchlein dann auch tief genug, um jeweils einen Dübel komplett drin versenken zu können. Trotz Geduld und Abkühlungspausen habe ich es allerdings doch noch geschafft, den Bohrer kurz vor Ende der Arbeiten über Gebühr zu erhitzen, so dass er ausglühte. Den konnte ich danach also gleich in meine Altmetallkiste werfen.

Aber nun hängt sie wieder, die Badezimmerdeckenlampe. Geschraubt statt geklebt – und damit auch garantiert länger als drei Jahre.

19. Jan. 2015

Modelleisenbahn Budgetplanung

Der Monatswechsel von Januar auf Februar ist für eingefleischte Modelleisenbähnler ja fast sowas wie ein zweites Weihnachten. Denn es steht die alljährliche grosse Spielwarenmesse in Nürnberg an. Traditionell verkünden um diesen Termin herum die Modelleisenbahn-Hersteller ihre geplanten Neuheiten für das restliche Kalenderjahr (und zuweilen auch weit darüber hinaus, wenn man die Lieferfristen mancher Firmen ansieht).

Ob ich jetzt ein „eingefleischter“ Modelleisenbähnler bin? Na, wer 5 m3 seiner Wohnung mit einer Eisenbahnanlage belegt, ist wohl tatsächlich ein bisschen verrückt. Also… Ich gebe zu, dass auch ich mit Spannung auf die Ankündigungen mancher Hersteller warte, insbesondere auf die aus dem Hause Märklin. Vor ein paar Tagen war es dann soweit, der Neuheitenkatalog 2015 ist veröffentlicht worden.

Im Grunde ist das für mich so ein Zwischending aus Hoffen und Bangen. Gespannt bin ich jedes Mal, ob Märklin es dieses Jahr schafft, eines meiner Wunschmodelle ins Sortiment aufzunehmen. Etwas mulmig hingegen wird es mir hingegen, wenn ich zusammenrechne, was es kosten würde, wenn ich all die Sammlermodelle erwerben würde, deren Kauf mich reizt. Wohlweislich habe ich irgendwann vor Jahren mein Sammelgebiet drastisch eingeschränkt – auf die Lokomotiven und Waggons, die mich schon als Kind auf meinem Schulweg entlang der Bahnstrecke fasziniert haben. Für Kenner: Deutsche Bundesbahn Epoche IV (70er und 80er Jahre).

Maerklin 37162 BR 094, Bild: (c) Maerklin

Maerklin 37162 BR 094, Bild: (c) Maerklin

2014 war ein „teures“ Jahr. Umso mehr erleichtert bin ich, dass dieses Jahr wohl etwas billiger kommen wird. Von den vorgestellten Neuheiten interessiert mich bei den Lokomotiven eigentlich nur die Dampflok BR 094. Da bleibt bestimmt auch noch etwas Geld übrig, um den ein oder anderen Wagen an meine Lokis anzuhängen. Und ausserdem steht 2015 sowieso die Verkabelung der ganzen Elektronik auf meiner Eisenbahnanlage auf dem Plan. Da wandern noch etliche Franken zum Fachhändler. Ich hoffe ja mal, dass die aktuelle Euro-Abwertung mir noch etwas entgegenkommt 😉

15. Jan. 2015

Zürcher Streiflichter 2

6. Jan. 2015

Buchloe Bahnhof

Schneetreiben Bahnhof Buchloe

Schneetreiben Bahnhof Buchloe

Fast jedes Mal, wenn ich mit der Eisenbahn zu meinen Eltern nach Deutschland fahre, darf (oder muss) ich in Buchloe umsteigen. Buch… was? Ja genau, Buchloe. Wird übrigens „Buchló-e“ ausgesprochen, und nicht etwa „Buchlö“. Mit ca. 12.000 Einwohnern ist diese kleine Stadt im Ostallgäu wirklich alles andere als bedeutend. Landsberg am Lech, nur wenige Kilometer östlich davon, ist mit seinen knapp 30.000 Einwohnern ungleich bekannter und das eigentliche regionale Zentrum. Und das nicht erst, seitdem Uli Hoeness dort in der JVA einsitzt …. äääh freigeht.

Aber der Eurocity von Zürich nach München hält in Buchloe. Nicht in Landsberg a. L. Weil eben in Buchloe die Deutsche Bahn Anschlüsse in alle möglichen Richtungen im Allgäu herstellt. Und jedes Mal, wenn ich auf dem stürmischen Bahnsteig in diesem unbedeutendem Kaff (Sorry, lieber Buchloer) stehe, mir den Mantelkragen hochschlage, weil mir kalt ist, dann denke ich mit Wehmut an die entscheidend besser ausgestatteten Haltepunkte der SBB. Dort gäbe es an einem solchen Umsteigeknoten garantiert auf jedem Bahnsteig ein beheiztes Wartehäuschen. Und ein Bahnhofsgebäude, wo zumindest ein Kaffeeautomat steht. In Buchloe gibt es da nichts dergleichen. Immerhin, es wird gerade ein neues Bahnhofsgebäude errichtet – die alte Bruchbude neben den Gleisen war auch wirklich komplett herunter gewirtschaftet. Ich bin ja gespannt, wann ich wieder mal in Buchloe strande – und ob dann die Baustelle neben Gleis 1 beendet sein wird. Vor allem, was dann dabei herauskommt. Angeblich soll es dann ein Reisezentrum geben und ein Schnellrestaurant. Ja ja….

Aber noch nicht. Und so wartete ich zuletzt über Weihnachten im Schneetreiben auf einem windigem Bahnsteig irgendwo im Nichts des Unterallgäus auf meinen Anschlusszug. Der natürlich – dem Wetter geschuldet – verpätet war.