22. Apr. 2015

Aus dem Zoo Basel

Mitte April machte ich mich sehr kurz entschlossen auf die Reise in den Basler Zoo. Es war ein sehr warmer und sonniger Frühlingstag – beste Gelegenheit meine neue EOS 70D wieder zum Einsatz zu bringen.

Gegenüber meiner kleinen Lumix FZ8 ist die Canon schon ein ziemlicher Brocken. Zum Immer-Dabeihaben eignet sich diese Spiegelreflex nicht. Aber sie bereitet mir einen Riesenspass, sie scheint mir eine gute Anschaffung zu sein.

Dies ist mein zweiter Besuch in diesem Zoo, der erste ist etwa fünf Jahre her. Seitdem – so mein Gefühl – hat sich einiges getan in diesem Tierpark. Etliche Gehege und Anlagen erscheinen mir nun gefälliger und mehr haltungsgerecht. Auffällig finde ich die Häufung von Neubauten bei den Elefantenanlagen. Nach Zürich und Rapperswil wird auch demnächst der „Zolli“ in Basel seinen Rüsseltieren mehr Platz zur Verfügung stellen.

Ebenfalls gespannt bin ich auf das Ozeanium, welches zur Zeit in Basel geplant wird. Spätestens bei der Eröffnung werde ich dann wieder in die Rheinstadt pilgern.

14. Apr. 2015

Notre-Dame de Paris

NotreDame2Es war kühl am Frühlingsanfang 2015 (20.März), als wir an der Pariser Seine-Insel ankamen. Aber es leuchtete eine schöne Abendsonne über der Stadt. Vor uns eröffnete sich der Blick auf die Kathedrale Note-Dame de Paris, die helle Südfassade strahlte in ihrer abendlichen Pracht.

Die Besucherschlange am Haupteingang war lang, allerdings es ging gut vorwärts. Drinnen ging es zu wie in einem Kaufhaus. Aber durch geschickte Absperrungen wurde zumindest erreicht, dass man sitzend gut zu Ruhe kommen kann. Wenn man es denn geschafft hat, in eine der Stuhlreihen hinein zu gelangen.

Wir gönnten uns dann die Abendvesper und mussten dabei feststellen, dass französische Kirchenmusik sich durch aus von der im deutschsprachigen Raum unterscheidet. Die Abendmesse fand dann ohne uns statt, wir verliessen die Kathedrale wieder.

Beeindruckt waren wir von den riesigen Rosetten an den Seitenschiffen. 12 Meter Durchmesser sollen sie haben und damit eine der grössten in Europa sein. Aber es ist nicht nur die Grösse, sondern das blaue Licht sowie die Feinheit der Speichen und Profile in der Fensterrose sind einfach fantastisch.

 

Sollte ich mal wieder nach Paris kommen, dann würde ich mir wünschen, dort noch einmal reingehen zu können. Ich kann mir vorstellen, dass diese riesige Kirche vieles erst auf einem zweiten Blick offenbart.

 

 

 

4. Apr. 2015

Hoch hinaus

Swissmill Baukran

Swissmill Baukran

DAS nenne ich mal einen richtig hohen Baukran. Angeblich soll er 135 Meter hoch in den Zürcher Himmel ragen und damit sogar den Prime Tower überragen, welcher „nur“ 126 Meter misst.

Der Kran ist notwendig, um das neue Getreidesilo errichten zu können, welches dann auch immerhin 118 Meter hoch werden soll. Der zu erwartende Schattenwurf und die doch beachtliche Veränderung des Stadtbildes hat sogar dazu geführt, dass die Zürcher Stimmbürger über dieses Bauvorhaben abgestimmt hatten – und dann auch befürwortet hatten.

Eine recht grosse Bewährungsprobe hinsichtlich seiner Standfestigkeit dürfte dieser hohe Kran in der vergangenen Woche gehabt haben, als Sturmtief Niklas ziemlich heftig über der Nordschweiz geblasen hatte.

Aber der Kran steht noch.

1. Apr. 2015

Sturmfahrt

Anzeigetafel Bahnhof Ulm  31.03.2015

Anzeigetafel Bahnhof Ulm 31.03.2015

Es war mir von vornherein klar, dass es etwas länger dauern würde als sonst. Denn es hatte über Nacht gestürmt und waagrecht geregnet. Und auch am Vormittag war es noch sehr windig, mit immer wieder auftretenden Sturmböen.

Ich (wollte) musste von Augsburg wieder nach Zürich zurück fahren. Ein Besuch bei den Eltern war sowieso schon eine Nacht länger ausgefallen als ursprünglich geplant. Als liess ich mich zum Augsburger Hauptbahnhof chauffieren in der Hoffnung, dass es nicht allzu schlimm kommen würde.

Ach….

Schon am Ausgburger Bahnhof um ca. 13 Uhr hätte ich wohl besser kehrt gemacht. Denn mein geplanter Zug wurde auf der grossen Anzeigetafel mit „fällt aus“ angezeigt. Stattdessen nahm ich dann einen Nahverkehrszug nach Ulm. Zwei Stunden später kam ich dann dort an. Und musste feststellen, dass zwar eine Weiterfahrt möglich war, aber dass ich erst einmal 45 Minuten warten durfte. Voraussichtlich!

Nun ich machte das beste daraus, ging ein wenig fotografieren und beobachtete einfach die vielen Leute, welche die Bahnhofshalle bevölkerten. Mittlerweile hatte sich herumgesprochen, dass die Deutsche Bahn den Fernverkehr komplett eingestellt hatte, und dass – wenn überhaupt – nur regionale Züge verkehren würden. Die Menschen konnte man in drei Gruppen einteilen. Die erste Gruppe war einfach nur müde und apathisch. Diese Leute sassen oder standen einfach nur mit leeren Gesichtern und glasigen Augen da. Die zweite Gruppe – zu der ich auch mich zählte – machten mit einer stoischen Gelassenheit einfach das beste aus der Situation und suchten nach einem Weg, irgendwie die Lage zu meistern. Eine dritte Gruppe jedoch zeigte massive Stress-Symptome. Ich konnte beobachten, wie Leute in der langen Doppelschlange vor dem Informationsschalter handgreiflich wurden.

Um 16 Uhr dann rollte ich mit einem typischen Doppeldecker-Bummelzug von Ulm aus in Richtung Bodensee. Der Zug hatte als Ziel Lindau angeschrieben. Ich hatte vor, in Friedrichshafen auszusteigen und dann dort weiter zu sehen.

Dort musste ich der freundlichen Dame am Infoschalter erst einmal erzählen, dass die Fähre über den Bodensee wegen Sturm nicht verkehrt. Sie wusste das nämlich nicht, ich hingegen hatte schnell mobil auf der Webseite der Bodenseeschifffahrt nachgesehen. Ich bekam dann immerhin einen Schienenbus nach Radolfzell, der Zug verliess Friedrichshafen um 18:30 Uhr.

In Radolfzell stand ich vor der Frage, ob ich weiter nach Singen oder nach Konstanz fahre. Ich entschied mich für Singen. Ausnahmsweise war die Wartezeit für diesen Zug kurz, nur 10 Minuten stand ich auf einem kalten windigen Bahnsteig.

In Singen jedoch – es war inzwischen um die 20:30 Uhr – ging es dann nicht mehr weiter. Leider verfügt dieser Bahnhof weder über einen Informationsschalter noch über eine zentrale grosse Anzeigetafel. In meinen Augen ein Armutszeugnis für einen Bahnhof, der eine Stadt mit knapp 50.000 Einwohnern anbindet. Eine Lautsprecher-Durchsage informierte uns gestrandete Fahrgäste, dass es irgendwann einen Ersatzbus nach Schaffhausen geben soll. Zugverkehr dorthin sei aufgrund eines Fahrleitungsschadens nicht möglich. Nachdem ich dann eine gute halbe Stunde gewartet hatte, merkte ich, wie meine Nervenkostüm nun doch langsam immer dünner wurde. Die lange Fahrt, einsetzender Hunger und aufkommende Müdigkeit machten mich ungeduldig, sauer und ärgerlich.

Also entschied ich mich, zusammen mit anderen Reisenden ein Taxi nach Schaffhausen zu nehmen. 15 Euro ärmer kam ich dann dort am Bahnhof an, stieg in einen pünktlichen Zug der SBB und rollte dann bequem nach Zürich. Gegen 22:30 kam ich dann dort an. Meine Reise, die eigentlich gute 4 Stunden dauern sollte, hatte sich nun also auf über 9 Stunden ausgedehnt. Bravo, Bravo.

Daheim durfte ich dann noch bemerken, dass mir auf der Fahrt eine schöne Obstschale aus Porzellan zerbrochen war, die ich von Augsburg mitgenommen hatte. Natürlich kann ich dafür nur mich selbst verantwortlich machen, aber ich wage einmal zu behaupten, dass dies bei einer normalen Zugfahrt mit weniger Umsteigereien und Bahnhofs-Wartezeiten wohl nicht passiert wäre.

 

1. Apr. 2015

Sukkulentensammlung in Zürich

Sukkulentensammlung - Mythenquai Zürich

Sukkulentensammlung – Mythenquai Zürich – (CC): Wikimedia

Bereits im Januar, als ich das satte Grün im Palmenhaus der Stadtgärtnerei Zürich genossen hatte, reifte in mir das Vorhaben, alsbald die Sukkulentensammlung am Mythenquai zu besuchen. Sukkulenten, so lernte ich, sind Pflanzen, die ihren Wasserhaushalt dahingehend optimiert haben, indem sie im Inneren ihres Pflanzenkörpers Flüssigkeitsreserven anlegen. Die bekannteste Vertreter der sukkulenten Pflanzen sind Kakteen.

Mitte März, an einem warmen Sonntagvormittag, konnte ich – wieder zusammen mit (m)einer wunderbaren Begleitung – die Pflanzenhäuser am linken Seeufer besuchen. Und auch hier ist – wie schon im Palmenhaus – der Eintritt frei. Aber nicht umsonst, es lohnt sich auf jeden Fall, dort hindurch zu spazieren.

Denn diese Sammlung zeigt sehr anschaulich, wie reichhaltig und unterschiedlich sich Pflanzen in zumeist kargen Umgebungen entwickelt haben. Und mit welch faszinierenden Formen diese Pflanzen wachsen und gedeihen! Man sieht hier Pflanzen, die ein Creative Designer für fremde Welten sich nicht skurriler ausdenken könnte.

Und man sollte nicht ohne Fotokamera dort hingehen, wenn man sich auch nur ein wenig für schöne Bilder begeistern kann. Die Treibhäuser bieten eine Unmenge an spannenden Fotomotiven. Voile: