Posts By Peter Mayr

Seifert-Orgel in Kaufbeuren

 

Auf meiner Besuchtour bei Geschwistern und Verwandten vor (inzwischen) zwei Wochen (siehe auch hier), kam ich auch in Kaufbeuren vorbei. Das ist eine kleine  Stadt mit ca. 40.000 Einwohnern im schwäbischen Allgäu. Dort erhielten wir eine kleine feine Privatführung für eine Kirchenorgel. Und zwar für die gerade erst zwei Jahre alte Orgel der Fa. Seifert (Kevelaer) in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren.

Der Neubau der Orgel war notwendig geworden, weil bei der bis anhin installierten Orgel eine Generalsanierung fällig gewesen wäre. Das alte Instrument hatte zudem jedoch auch die Empore in der Kirche über Gebühr belastet. Eine Restaurierung wäre also wohl fast so teuer wie ein Neubau geworden, ohne dass jedoch beim alten Instrument nachhaltig die Lebensdauer verlängert worden wäre. So kam es zu dem Entscheid, eine neue Orgel zu installieren – dann aber aber auf einer statisch verstärkten Kirchenempore.

2013 wurde dann die schmucke Orgel eingeweiht. Hier erst einmal ein paar Bilder…. die Fotos entstanden unter sehr schlechten Lichtbedingungen, sind deswegen etwas körnig und griesselig.

  • Seifert Orgel Kaufbeuren
    Seifert Orgel Kaufbeuren
  • Seifert Orgel Kaufbeuren
    Seifert Orgel Kaufbeuren
  • Seifert Orgel Kaufbeuren - Blasbalg
    Seifert Orgel Kaufbeuren - Blasbalg
  • Seifert Orgel Kaufbeuren - Trakturen
    Seifert Orgel Kaufbeuren - Trakturen
  • Seifert Orgel Kaufbeuren - Spieltisch von hinten
    Seifert Orgel Kaufbeuren - Spieltisch von hinten
  • Seifert Orgel Kaufbeuren - im Inneren der Orgel
    Seifert Orgel Kaufbeuren - im Inneren der Orgel
  • Seifert Orgel Kaufbeuren - interessante Pfeifen
    Seifert Orgel Kaufbeuren - interessante Pfeifen
  • Seifert Orgel Kaufbeuren - interessante Pfeifen
    Seifert Orgel Kaufbeuren - interessante Pfeifen
  • Seifert Orgel Kaufbeuren - Pfeifenregister an Pfeifenregister
    Seifert Orgel Kaufbeuren - Pfeifenregister an Pfeifenregister
  • Seifert Orgel Kaufbeuren - Traugott Mayr am Spieltisch
    Seifert Orgel Kaufbeuren - Traugott Mayr am Spieltisch
  • Seifert Orgel Kaufbeuren - Traugott Mayr am Spieltisch
    Seifert Orgel Kaufbeuren - Traugott Mayr am Spieltisch

 

Natürlich verfügt diese Orgel über mechanische Trakturen, d.h. bei einem Tastendruck wird nicht etwa ein elektronische Relais angesprochen, sondern tatsächlich über komplizierte Hebel und Hölzchen das entsprechende Löchlein für eine Orgelpfeife freigegeben – und ein Ton wird geblasen. Die Orgel verfügt über ca. 50 Register (die allerdings dann elektrisch geschalten), aufgeteilt in 4 sog. Werke: Pedal und drei Manuale (Hauptwerk, Positiv, Schwellwerk). Nicht nur von der Optik, auch von der Intonation und vom Klangbild her sehe ich eine Orgel barocken Grund-Stils, die allerdings sehr geschickt dahingehend erweitert wurde, dass auch neuere Orgelmusik des 19. Jh. sehr gut klingt.

Mein Bruder spielte uns neben etwas Bach (dazu passt diese Orgel natürlich hervorragend) auch einige Stücke von César Franck. Und siehe da, auch französische Orgelmusik des 19. Jh lässt sich fein registrieren und präsentieren. Dass mein Bruder sein Kunsthandwerk versteht und gute Musik zu zaubern weiss, soll hier nicht unter den Tisch fallen. Mir jedenfalls gefällt sein präzises und transparentes Spiel ausserordentlich.

Als nettes Leckerli durften wir dann auch noch in die Orgel hineinsteigen. Zu den Pfeifen, Trakturen, Blasebälgern und Windkanälen. Drinnen sieht es sehr durchdacht aufgeräumt aus. Die Verarbeitung und das verwendete (Holz-)Material zeugen von exquisiter Qualität. Ich habe kein einziges Brett mit einem Astloch gesehen, die Maserung der Holzbretter und -leisten ist zumeist sehr fein; die Hölzer sind also sorgfältig ausgesucht. Ich muss davon ausgehen, dass auch die Metalle für die Metallpfeifen (z.B. Mixtur, Zungenregister) ähnlich gute Qualität haben. Die Verarbeitung ist eine Augenweide.

Wer nun „gluschtig“ auf diese Orgel geworden sein sollte, dem empfehle ich einfach mal einen Besuch in Kaufbeuren an der evangelischen Dreifaltigkeitskirche, bevorzugt natürlich für einen Gottesdienst oder in einem Konzert.

Links:

Youtube

 

 

Privates Kleinod

Die Geschäftswelt hat ja allerorten bereits sämtliche Spuren auf die Weihnachtszeit getilgt. Schliesslich muss der Winterschlussverkauf beworben werden, da haben Tannenzweige und Sterne keinen Platz mehr. Aber Weihnachten ist eigentlich noch nicht vorbei, erst recht nicht für meinen Schwager, der  aus einer katholischen Familie stammt. Da ist erst am 2. Februar, an Mariä Lichtmess (40 Tage nach der Hlg. Nacht) die Weihnachtszeit zu Ende.

Am vergangenen Wochenende fuhr ich mit meiner Partnerin nach Südbayern, um ein paar meiner Geschwister zu besuchen. Und da war ich eben auch meiner ältesten Schwester und (besagtem) Schwager zu Besuch. Beide (Schwester und Schwager) sind begeisterte „Sammler schöner Dinge“ und haben schon seit geraumer Zeit ein Faible für Weihnachtskrippen. Ich war also vorgewarnt, als mein Schwager fast so nebenbei meinte, dass er uns seine Krippe zeigen wolle.

Was ich dann aber dort bei Ihnen im „Freizeitzimmer“ aufgestellt sah, hat mich dann schon schwer beeindruckt. Da steht doch tatsächlich eine Bühne mit mehr als einem Meter Breite, darin feinste italienische Figuren aus Ton in 30 cm Höhe. Wunderbare Handarbeiten, mit ausdrucksstarken Gesichtszügen und Körperhaltungen, edle Stoffe. Einfach wunderschön.

Diese Krippe wird dort dann auch noch bis zum 2. Februar stehen. Hier ein paar Bilder. Voilà!!

 

  • Krippe Ehrmann
    Krippe Ehrmann
  • Krippe Ehrmann
    Krippe Ehrmann
  • Krippe Ehrmann
    Krippe Ehrmann
  • Krippe Ehrmann
    Krippe Ehrmann

 

Händel – Judas Maccabäus

Konzertplakat Händel Judas Maccabäus / Aargauer Kantorei

Konzertplakat Händel Judas Maccabäus / Aargauer Kantorei

G. F. Händel: Judas Maccabäus
Man kennt von Händel ja eher den Messias. Judas Maccabäus ist aber ebenso ein typisches Händel-Oratorium.

Aus dem Programm: …“Die Israeliten beklagen den Tod ihres Führers Mattathias und bitten Gott, ihnen einen würdigen Nachfolger zu schenken. Judas – der Sohn des Verstorbenen – wird dessen Nachfolger und tritt mit seinem Volk gegen die Widersacher an. Seine Entschlossenheit bringt ihm den Ehrentitel „Maccabäus“ = „Der Hämmerer“ ein. Es gelingt Judas Maccabäus, sein Volk letztlich in den Frieden zu führen. In Jerusalem feiern die Priester und das Volk das Fest des Lichts und die Wiedereinweihung des 2. Tempels. Dieses Fest des Lichts („Chanukka“) fällt mit der christlichen Adventszeit zusammen.“

Händel ist eigentlich nicht so mein Ding. Ich singe lieber Mozart, Mendelssohn oder Bach, Oder oder… Händel kommt mir oft etwas statisch daher. Solche .. sagen wir mal .. typischen händel’schen Fanfaren, Kadenzen und Melodien gibt es auch im Judas Maccabäus zuhauf. Daneben aber gibt es etliche Arien und Chorstücke, die  – trotz Händel – so gut sind, dass sie mich zu Tränen rühren. Und deswegen bin ich bei diesem Projekt gern dabei.

Ich werde dieses Werk als Mitglied der Aargauer Kantorei in 4 Konzerten mitsingen. Vom 10.-13. Dezember 2015. Drei Mal im Aargau (2 xAarau, Zofingen) und zu guter Letzt im Grossmünster Zürich.

Anhören!! Link zur Kartenbestellung: http://goo.gl/ZqMXlf

Dreist: Cold Call gegen Cold Calls?

Telefonterror

Telefonterror

Wir kennen alle die Cold Calls, die unerwünschten Anrufe. Bei denen uns ein Krankenkassenvergleich, irgendwelche Computerhilfe verkauft werden will. Oder bei denen irgendein Marktforschungsinstitut uns mehr oder weniger persönliche Fragen stellt. Nur das Wissen, dass da am anderen Ende ja doch immer noch ein Mensch mit seinen ureigenen Sorgen und Nöten sitzt, hält mich immer wieder davon ab unhöflich zu werden. Wer so einen Job machen muss, der ist wohl anderweitig im Arbeitsmarkt nicht mehr untergekommen.

Besonders dreist jedoch fand ich einen Cold Call, den ich heute erhalten habe. Da wollte mir doch tatsächlich jemand (Fa. Geminis; wer will,  googelt einfach werbesperre) am Telefon ein Abo verkaufen, das mich vor unerwünschten Anrufen schützen soll. Hallo?? In welches Hirn wurde denn da geschissen? Demnächst behauptet noch irgendwer, dass man mit Völlerei abnehmen kann, oder dass Krieg das einzige Mittel für Frieden ist? Halt Moment, es gibt ja Leute die sowas ernsthaft glauben… Ist für mich der gleiche verwirrte Hirnsauce wie eben so ein Geschäftsmodell mit diesen Cold Calls gegen Cold Calls.

Ganz nebenbei bin ich der Überzeugung, dass ein sogenanntes Abo gegen lästige Werbeanrufe wenig hilft. Mich hat noch selten irgendso ein Krankenkassenvergleichs-Fuzzi von der selben Nummer zwei Mal angerufen. Es sind immer neue Telefonnummern. Ausserdem kann man technisch recht problemlos seine Rufnummern-ID verändern, verschleiern usw… Ich würde also für etwas bezahlen, was mir überhaupt nichts bringt. Und irgendwelche Garantien erhalte ich übrigens auch nicht. Ich hätte also keinerlei Handhabe gegenüber Geminis, wenn ich weiterhin unerwünscht angerufen werde. Nepp also. Zumindest in meinen Augen.

So langsam gehe ich dazu über, nur noch Telefonanrufe anzunehmen, deren Absender ich kenne. Alle anderen können mir ja auf den Anrufbeantworter sprechen, wenn es denn wichtig sein sollte.

Zürisee im Herbstföhn

Gestern verwöhnte uns die Sonne in Zürich mit einem herrlichen Wetter, etwas Föhneinfluss liess die Glarner Alpen hinter dem Zürisee leuchten. Gerne wäre ich bei so einem Licht mit meiner Kamera losgezogen auf der Jagd nach schönen Motiven. Aber ich durfte arbeiten, sprich Tram pilotieren. Aber immerhin konnte ich mal am späten Nachmittag an der Endstation Tiefenbrunnen schnell zum Schiffsteg an den See springen und mit der kleinen Kamera einen Schnappschuss in Richtung Süden machen. Voilà: Der Zürisee im späten Nachmittagslicht.

Zürisee an einem herbstlichen Spätnachmittag

Zürisee an einem herbstlichen Spätnachmittag