Buchloe Bahnhof

Schneetreiben Bahnhof Buchloe

Schneetreiben Bahnhof Buchloe

Fast jedes Mal, wenn ich mit der Eisenbahn zu meinen Eltern nach Deutschland fahre, darf (oder muss) ich in Buchloe umsteigen. Buch… was? Ja genau, Buchloe. Wird übrigens „Buchló-e“ ausgesprochen, und nicht etwa „Buchlö“. Mit ca. 12.000 Einwohnern ist diese kleine Stadt im Ostallgäu wirklich alles andere als bedeutend. Landsberg am Lech, nur wenige Kilometer östlich davon, ist mit seinen knapp 30.000 Einwohnern ungleich bekannter und das eigentliche regionale Zentrum. Und das nicht erst, seitdem Uli Hoeness dort in der JVA einsitzt …. äääh freigeht.

Aber der Eurocity von Zürich nach München hält in Buchloe. Nicht in Landsberg a. L. Weil eben in Buchloe die Deutsche Bahn Anschlüsse in alle möglichen Richtungen im Allgäu herstellt. Und jedes Mal, wenn ich auf dem stürmischen Bahnsteig in diesem unbedeutendem Kaff (Sorry, lieber Buchloer) stehe, mir den Mantelkragen hochschlage, weil mir kalt ist, dann denke ich mit Wehmut an die entscheidend besser ausgestatteten Haltepunkte der SBB. Dort gäbe es an einem solchen Umsteigeknoten garantiert auf jedem Bahnsteig ein beheiztes Wartehäuschen. Und ein Bahnhofsgebäude, wo zumindest ein Kaffeeautomat steht. In Buchloe gibt es da nichts dergleichen. Immerhin, es wird gerade ein neues Bahnhofsgebäude errichtet – die alte Bruchbude neben den Gleisen war auch wirklich komplett herunter gewirtschaftet. Ich bin ja gespannt, wann ich wieder mal in Buchloe strande – und ob dann die Baustelle neben Gleis 1 beendet sein wird. Vor allem, was dann dabei herauskommt. Angeblich soll es dann ein Reisezentrum geben und ein Schnellrestaurant. Ja ja….

Aber noch nicht. Und so wartete ich zuletzt über Weihnachten im Schneetreiben auf einem windigem Bahnsteig irgendwo im Nichts des Unterallgäus auf meinen Anschlusszug. Der natürlich – dem Wetter geschuldet – verpätet war.

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