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Trams aus aller Welt: Konya

Aus meiner recht unregelmässigen Reihe „Trams aus aller Welt“ stelle ich heute vor: Konya. Konya?? Wo soll denn das sein? Nun, Konya ist eine Millionenmetropole mitten in der Türkei, etwa 200 km südlich von Ankara. Ich hatte vor einigen Wochen dort einige Stunden Aufenthalt während meines Urlaubs, als wir von Antalya nach Kappadokien hinein gefahren waren.

Die Strassenbahn in Konya läuft auf einem Normalspur-Netz (1435 mm) mit modernen Škoda Fahrzeugen. Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass die Tramzüge streckenweise ohne Oberleitung verkehren. Entlang des Mevlânâ-Museums und der historischen Altstadt baute man die Oberleitung ab, um das Stadtbild zu erhalten. Gefahren wird der Abschnitt mit Batterie. Auf dem ersten Bild erkennt man das Ende der Oberleitungsstrecke, ebenfalls kann man sehen, wie einer der beiden Wägen gerade den Stromabnehmer senkt. Dort wo Oberleitung verwendet wird, hat man (zumindest im inneren Stadtbereich) recht formschöne Masten aufgestellt.
Kleines Detail am Rande: auch türkische Tram-Chauffeure grüssen zuweilen einen Fotografen (letztes Bild) 😉

Korfu und Tessin

Endlich habe ich den Fleiss aufgebracht, mal alle Fotos zu sortieren, die ich in den letzen beiden Urlauben geschossen habe. Vieles flog raus, vieles ist auch privat, aber eine ganze Reihe Bilder sind dann doch so, dass man so vorzeigen kann. Ich muss zugeben, dass ich mit mir selbst sehr gnädig war. Vieles würde ich an anderen Tagen skippen. Für alle Neugierigen zwei schnelle Links auf meine Fotodatenbank…

Und für alle anderen hier ein paar wenige Korfu-Eindrücke

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Zugegeben, vieles was ich in Korfu erlebt habe, lief leider ohne Kamera ab. Weil es unter Wasser war. Ich hab mir den kleinen Traum erfüllen können, einen Tauchkurs zu absolvieren. Die Welt unterwasser ist komplett neu für mich und unwahrscheinlich faszinierend. Unvergessen die Fischschwärme, die Felsformationen, die Schwämme und Korallen, Farben…. Die fast unbeeindruckt umherschwimmenden Fischschwärme, die um mich herum waren, während ich hindurch schwebte, gehören definitiv zu einer der eindrücklichsten Bilder und Erinnerungen meines Lebens. Dabei war ich ja sogar noch gehandicapt, dann meine doch beträchtliche Sehschwäche lässt mich vieles unterwasser gar nicht erkennen – da werde ich um die Anschaffung einer Taucherbrille mit geeigneten optischen Schliff nicht rumkommen…. Wie auch immer, Korfu unterwasser wird es auch kommendes Jahr wieder geben. Ich freue mich jetzt schon drauf!!

 

Heiter bis Wolkig

Wir hatten Glück mit dem Wetter in unserer Urlaubswoche auf Amrum. Regen gab es, aber eigentlich nur, wenn wir nachts im Wohnwagen schliefen. Sonne gab es reichlich, fast zu viel für meine empfindliche Haut. Und es gab Tage, die waren einfach sensationell WOLKIG.

Da steht man dann einfach nur da, denkt sich einen riesengrosses WOW!! Und beginnt zu verstehen, warum der Maler Emil Nolde (der deutsche Expressionist schlechthin) viele seiner Bilder in Nordfriesland angefertigt hat.

Mir bleibt „nur“ das Fotografieren. Und hinterher die Sehnsucht nach diesem weiten weiten Himmel. Insbesondere dann wieder, wenn nur ein Wischiwaschihimmel meine Wohnheimat Zürich überspannt. Wenn im Winter eine Inversionswetterlage den Himmel grauen lässt.

Meine Partnerin ermahnt mich immer wieder, ich möge doch meine Bilder – wenn überhaupt – nur so weit nachbearbeiten, dass man gar nicht auf die Idee kommt, sie könnten bearbeitet sein. Hat sie nicht ganz unrecht. Ich habe mir bei diesen Bildern den Rat zu Herzen genommen. Sie sind von mir nur ein klein wenig im Kontrast erweitert worden.

Nicht jeder Tag lieferte solche Wolken – das sei zugegeben. Ein Tag, nach dem diese Bilder entstanden sind, war es fast durchgehend bedeckt. Und der Himmel präsentierte sich überhaupt nicht fotogen. Aber am übernächsten Tag, zogen sie wieder über das weite Blau: Wolken über Amrum.

Im Paradies ausgesetzt

Wir sassen gerade in der Abendsonne vor unserem Wohnwagen beim Abendessen (ja, in Deutschland sagt man eben nicht Nachtessen, sondern Abendessen!). Da sahen wir die Kaninchen zum ersten Mal in unserem Urlaub. Später sollte sich dann herausstellen, dass man die Langohren auf dieser Insel immer wieder sehen kann. Es gibt unheimlich viele Karnickel dort.

Heimisch geworden sind diese Tiere im 13 Jh, als der damalige dänische König Waldemar Kaninchen auf Amrum aussetzte – die Insel gehört damals zu Dänemark. Das Königshaus wollte sich so die Möglichkeit schaffen, dort auf Kaninchenjagd gehen zu können. Letztlich wurde aber anscheinend von diesem Recht nur selten Gebrauch gemacht. Die Bewohner von Amrum hingegen freuten sich jahrhundertelang über etwas Abwechslung auf ihrem Teller. Nicht nur immer Fisch oder Vogel-Eier, sondern eben auch mal Fleisch!!

Es gibt allerdings keine echten natürlichen Feinde für die Kaninchen auf Amrum. Ein paar Jungtiere werden von Greifvögeln gerissen, aber sonst leben die Tiere recht sorglos. Ein paar Seuchen (Myxomatose, Chinaseuche) haben die Bestände etwas reduziert, aber die Population scheint zunehmend gegen diese Krankheiten immun zu werden. Jedenfalls sind in den vergangenen Jahren viel weniger deswegen gestorben. Am meisten kommen heute die schnellen Säuger durch Autos ums Leben.

Man merkt den Hasen an, dass sie quasi keine Feinde haben und eigentlich in einem Kaninchen-Paradies leben. Weil sie doch recht wenig scheu sind. Sie springen erst davon, wenn man auf ca. 5 Meter an sie herangeht. Und so kann man die Dauer-Mümmler recht problemlos beobachten.

Ruhe bis zur nächsten Flut

Dies ist der erste von einigen Beiträgen über meinen (unseren) Urlaub auf der Nordseeinsel Amrum Ende Juli 2016…

Einmal wenigstens wollte ich sie sehen, wenn ich schon mal an der Nordsee bin: Seehunde!! Also buchten wir eine Ausfahrt an Bord der MS „Eilun“ und bei Kapitän Banidx Tadsen zu den Sandbänken, wo sie normalerweise liegen.

Der Fahrplan dieses kleinen Ausflugschiffes beugt sich den Gegebenheiten von Ebbe und Flut. Manche Fahrten funktionieren nur bei Flut, z.B. wenn man zwischen Amrum und Föhr durchschippern will, denn das Priel zwischen diesen beiden Inseln ist bei Ebbe einfach zu wenig tief für Schiffe. Fahrten zu den Seehund-Sandbänken hingegen finden nur bei Ebbe statt, dann bei Flut sind dann diese Sandbänke unter Wasser.

Wir mussten dann doch etwas im Wattmeer umherfahren, weil die erste Sandbank, an der normalerweise ein Rudel lagert, verwaist war. Irgendwer hat die Tiere aufgeschreckt und ins Wasser getrieben. Und so zogen wir weiter. Nach weiteren 40 Minuten Fahrt hatten wir mehr Glück.

Es war einer der seltenen Momente, wo ich mir noch ein Teleobjektiv mit grösserer Brennweite wünschte, um die Tiere etwas formatfüllender im Sucher zu erkennen. (Ansonsten reichen mir meine 250 mm dicke.)  Aber auch so konnte ich die ruhenden Tiere etwas für ein paar Fotos heranholen. Faszinierend, wie sie scheinbar nur faul das Leben geniessen. In Wahrheit aber brauchen die Tiere ihre Pausen, um dann bei der nächsten Flut wieder fit zu sein für die Jagd auf ihre Tagesration von (durchschnittlich) 4 kg Futter.

Nach einigen Minuten ging es wieder zurück in den Hafen Wittdün. Und die Seehunde haben Ruhe bis zu nächsten Flut.