Archiv der Kategorie: Ausflüge

Zermatt

Ich bin kein Skifahrer. Dieser Sport wurde mir irgendwann zu teuer, so dass ich vor gut 10 Jahren beschloss, dieses Hobby aufzugeben. Dennoch geniesse ich es, ab und zu in den den winterlichen Bergschnee eintauchen zu können. In diesem Jahr sollte es Zermatt sein. Einmal im Leben am Matterhorn sein, das motivierte uns zu diesem kurzen Winterurlaub.

Und eins muss man all den Werbetextern und Marketingfritzen lassen: Dieser Berg ist schon ein Prachtstück. Ein ganz besonderer Anblick, wie diese „Toblerone“ doch recht präsentativ im restlichen Bergpanorama rund um Zermatt dasteht.

Als wir am ersten Urlaubstag nachmittags in Zermat ankammen, war es recht bewölkt. Wir konnten diesen Berg also noch nicht entdecken. Am nächsten Morgen jedoch begrüsste uns die orangrote Spitze des Matterhorns im ersten Licht der Morgensonne. Und das direkt durchs Fenster in unserem Zimmer in der Jugendherberge. Klasse!!

Die folgenden drei Tage waren dann Wintertraum pur. Wir spazierten durch funkelnden Schnee, verschneite Kiefer- und Lärchenwälder und über traumhafte Schneematten. Zwei Tage waren wir normal mit Bergstiefeln unterwegs, einen Tag schnallten wir uns zusätzlich noch Schneeschuhe darunter. So bekamen wir viel Sonne, viel Schnee und viel Matterhorn ab.

Für mich als kleiner Pufferküsser und Eisenbahnfreund waren natürlich auch die Fahrten mit der Matterhorn-Gotthart-Bahn und der Gornergratbahn ein Erlebnis. Beide Eisenbahnen laufen auf Meterspur, es kommt Zahnrad zum Einsatz. Speziell bei derGornergratbahn ist das Drehstrom-System, was zu Folge hat, dass die Fahrzeuge über zwei nebeneinanderliegende Stromabnehmer verfügen, die den 750V-Drehstrom aus zwei Fahrleitungen entnehmen.

Zermatt selbst, so wird geworben, ist autofrei. Das mag stimmen. Wer aber nun denkt, dass dieses 5000-Einwohner-Dorf verkehrsarm ist, der irrt gewaltig. Statt Autos summen überall batteriebetriebene Elektrofahrzeuge durch die Strassen, welche oft ohne Trottoir angelegt sind. Als Fussgänger muss man also dauernd auf der Hut sein. Schade, schade.

Ebenfalls verbesserungsfähig finde ich die Beschilderung auf dem Berg für Winterwanderwege und Schneeschuhtrails. Vor allem die „Einstiege“ in die entsprechenden Wege oder Pisten an den Bergstationen der verschiedenen Seil- oder Zahnradbahnen ist oft schwierig und liess uns zu regelrevchten Pfadfindern werden. Da merkt man, dass die Bergbahnen doch noch sehr stark auf Skifahrer ausgerichtet sind, andere Besucher werden etwas vernachlässigt.

Dennoch: Vier Tage, die mein Erholungsbedürfnis nachhaltig sättigen konnten!!

Wilhelma

Es ist schon eine geraume Zeit her, genau genommen schon 8 Monate: im letzten Mai reiste ich nach Stuttgart, um den dort ansässigen Zoo zu besuchen. In der baden-württembergischen Landeshauptstatt hat dieser zoologisch-botanische Garten einen eignen Namen: Wilhelma. Der Park wurde ursprünglich im 19. Jh als königliche Gartenanlage angelegt, mit einer Mischung aus Tiergehegen, Pflanzenhäusern und sonstigen Gebäuden – die meisten davon im damals beliebten maurischen Baustil. König Wilhelm wollte dort lustwandeln und seinen Gästen ein repräsentatives Refugium anbieten. Später, nach dem zweiten Weltkrieg, wurde der Park zu einem zoologisch-botanischen Garten ausgebaut.


Es war – selbst für den Mai – ein aussergewöhnlich warmer und schöner Samstag, als ich dort in der Wilhelma herumstreunte. Begünstigt durch das Wochenende kamen ausserordentlich viele Besucher in den Park. Dennoch verteilten sich die Menschenmassen sehr gut in dem weitläufigen Gelände. Sehr gut gefallen haben mir insbesondere die Gewächshäuser, das Gehege der Schneeleoparden und der Mammutbaum-Wald. Ebenfalls einen Besuch wert ist das Schmetterling-Haus. Und die vielen Gebäude im Maurischen Baustil zaubern ein ganz besonderes Flair.

Trams aus aller Welt: Konya

Aus meiner recht unregelmässigen Reihe „Trams aus aller Welt“ stelle ich heute vor: Konya. Konya?? Wo soll denn das sein? Nun, Konya ist eine Millionenmetropole mitten in der Türkei, etwa 200 km südlich von Ankara. Ich hatte vor einigen Wochen dort einige Stunden Aufenthalt während meines Urlaubs, als wir von Antalya nach Kappadokien hinein gefahren waren.

Die Strassenbahn in Konya läuft auf einem Normalspur-Netz (1435 mm) mit modernen Škoda Fahrzeugen. Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass die Tramzüge streckenweise ohne Oberleitung verkehren. Entlang des Mevlânâ-Museums und der historischen Altstadt baute man die Oberleitung ab, um das Stadtbild zu erhalten. Gefahren wird der Abschnitt mit Batterie. Auf dem ersten Bild erkennt man das Ende der Oberleitungsstrecke, ebenfalls kann man sehen, wie einer der beiden Wägen gerade den Stromabnehmer senkt. Dort wo Oberleitung verwendet wird, hat man (zumindest im inneren Stadtbereich) recht formschöne Masten aufgestellt.
Kleines Detail am Rande: auch türkische Tram-Chauffeure grüssen zuweilen einen Fotografen (letztes Bild) 😉

Korfu und Tessin

Endlich habe ich den Fleiss aufgebracht, mal alle Fotos zu sortieren, die ich in den letzen beiden Urlauben geschossen habe. Vieles flog raus, vieles ist auch privat, aber eine ganze Reihe Bilder sind dann doch so, dass man so vorzeigen kann. Ich muss zugeben, dass ich mit mir selbst sehr gnädig war. Vieles würde ich an anderen Tagen skippen. Für alle Neugierigen zwei schnelle Links auf meine Fotodatenbank…

Und für alle anderen hier ein paar wenige Korfu-Eindrücke

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Zugegeben, vieles was ich in Korfu erlebt habe, lief leider ohne Kamera ab. Weil es unter Wasser war. Ich hab mir den kleinen Traum erfüllen können, einen Tauchkurs zu absolvieren. Die Welt unterwasser ist komplett neu für mich und unwahrscheinlich faszinierend. Unvergessen die Fischschwärme, die Felsformationen, die Schwämme und Korallen, Farben…. Die fast unbeeindruckt umherschwimmenden Fischschwärme, die um mich herum waren, während ich hindurch schwebte, gehören definitiv zu einer der eindrücklichsten Bilder und Erinnerungen meines Lebens. Dabei war ich ja sogar noch gehandicapt, dann meine doch beträchtliche Sehschwäche lässt mich vieles unterwasser gar nicht erkennen – da werde ich um die Anschaffung einer Taucherbrille mit geeigneten optischen Schliff nicht rumkommen…. Wie auch immer, Korfu unterwasser wird es auch kommendes Jahr wieder geben. Ich freue mich jetzt schon drauf!!

 

Heiter bis Wolkig

Wir hatten Glück mit dem Wetter in unserer Urlaubswoche auf Amrum. Regen gab es, aber eigentlich nur, wenn wir nachts im Wohnwagen schliefen. Sonne gab es reichlich, fast zu viel für meine empfindliche Haut. Und es gab Tage, die waren einfach sensationell WOLKIG.

Da steht man dann einfach nur da, denkt sich einen riesengrosses WOW!! Und beginnt zu verstehen, warum der Maler Emil Nolde (der deutsche Expressionist schlechthin) viele seiner Bilder in Nordfriesland angefertigt hat.

Mir bleibt „nur“ das Fotografieren. Und hinterher die Sehnsucht nach diesem weiten weiten Himmel. Insbesondere dann wieder, wenn nur ein Wischiwaschihimmel meine Wohnheimat Zürich überspannt. Wenn im Winter eine Inversionswetterlage den Himmel grauen lässt.

Meine Partnerin ermahnt mich immer wieder, ich möge doch meine Bilder – wenn überhaupt – nur so weit nachbearbeiten, dass man gar nicht auf die Idee kommt, sie könnten bearbeitet sein. Hat sie nicht ganz unrecht. Ich habe mir bei diesen Bildern den Rat zu Herzen genommen. Sie sind von mir nur ein klein wenig im Kontrast erweitert worden.

Nicht jeder Tag lieferte solche Wolken – das sei zugegeben. Ein Tag, nach dem diese Bilder entstanden sind, war es fast durchgehend bedeckt. Und der Himmel präsentierte sich überhaupt nicht fotogen. Aber am übernächsten Tag, zogen sie wieder über das weite Blau: Wolken über Amrum.