Privates Kleinod

Die Geschäftswelt hat ja allerorten bereits sämtliche Spuren auf die Weihnachtszeit getilgt. Schliesslich muss der Winterschlussverkauf beworben werden, da haben Tannenzweige und Sterne keinen Platz mehr. Aber Weihnachten ist eigentlich noch nicht vorbei, erst recht nicht für meinen Schwager, der  aus einer katholischen Familie stammt. Da ist erst am 2. Februar, an Mariä Lichtmess (40 Tage nach der Hlg. Nacht) die Weihnachtszeit zu Ende.

Am vergangenen Wochenende fuhr ich mit meiner Partnerin nach Südbayern, um ein paar meiner Geschwister zu besuchen. Und da war ich eben auch meiner ältesten Schwester und (besagtem) Schwager zu Besuch. Beide (Schwester und Schwager) sind begeisterte „Sammler schöner Dinge“ und haben schon seit geraumer Zeit ein Faible für Weihnachtskrippen. Ich war also vorgewarnt, als mein Schwager fast so nebenbei meinte, dass er uns seine Krippe zeigen wolle.

Was ich dann aber dort bei Ihnen im „Freizeitzimmer“ aufgestellt sah, hat mich dann schon schwer beeindruckt. Da steht doch tatsächlich eine Bühne mit mehr als einem Meter Breite, darin feinste italienische Figuren aus Ton in 30 cm Höhe. Wunderbare Handarbeiten, mit ausdrucksstarken Gesichtszügen und Körperhaltungen, edle Stoffe. Einfach wunderschön.

Diese Krippe wird dort dann auch noch bis zum 2. Februar stehen. Hier ein paar Bilder. Voilà!!

 

 

Konzert auf hohem Niveau

Kirche Rigi Kaltbach - Foto: Ernst Dietiker
Kirche Rigi Kaltbach – Foto: Ernst Dietiker

Wenn ich singe, vor allem wenn ich vor Publikum singe, dann ist es schon immer mein Bestreben, gute Musik zu machen. Also Musik auf hohem Niveau. Dies wird mir – da bin ich mir sicher – auch am kommenden Sonntag, den 30. August gelingen. Denn dort wirke ich in einem kleinen feinen Konzert oben auf der (so der Werbeslogan) Königin der Berge mit: Auf der Rigi. Genauer gesagt, in der evangelisch-reformierten Bergkirche Kaltbach. Und die liegt doch immer hin auf etwa 1500 Meter (über NN). Hohes Niveau also. Doch nicht nur die Meereshöhe wird etwas höher als üblich sein, sondern auch unsere Musik wird entsprechend angemessen sein, da bin ich mir sicher.

Dort lädt der Kulturkreis Rigi am Nachmittag um 16 Uhr zu einem Sommerkonzert ein. Neben unserem kleinem 12-köpfigen Sängerensamble aus Mitgliedern des Collegium Vocale des Grossmünsters Zürich erklingt auch feine Streich- und Orgelmusik. Das genaue Programm kann man hier einsehen (PDF).

Das Wetter wird am kommenden Wochenende zumindest freundlich sein, so zumindest sind die Prognosen. Ich denke, ich werde den Tag dort oben auf der Rigi so richtig geniessen. Herrliche Rundumsicht, vielleicht was schönes irgendwo zum Essen. Dann das Konzert mit feiner Musik. Bleibt nur noch mein Wunsch, dass nicht nur ich, sondern möglichst viele Konzertbesucher an diesem letzten Augustsonntag auf die Rigi und in die kleine Kirche kommen werden.

Zürcher Streiflichter 7

Zürich bietet immer wieder interessante Fotomotive. Hier eine Auswahl aus den letzten Wochen…

Fontäne Stadelhofen

Knapp 150 Jahre ist er alt, der Brunnen auf dem Platz Stadelhofen (gebaut 1869). Er wurde in den letzten Wochen zerlegt und restauriert. Nun ist er wieder sauber und „glänzt“ in seinem Gusseisen-Anthrazit.

Zürich hat um die 1200 Brunnen, kann daher mit Fug und Recht als Brunnenstadt bezeichnet werden. Und im Gegensatz zu vielen anderen Städten auf dieser Welt ist (bis auf wenige gekennzeichnete Ausnahmen) das Wasser in Trinkwasserqualität.

 

Auf der Egg

Kürzlich durfte ich mal wieder in eines der schönsten Quartiere Zürichs fahren… nach Wollishofen. Wäre dieser Stadtteil (zumindest für mich persönlich) zu nicht so furchtbar abgelegen, dann … na ja, dann wäre ich wohl öfters dort. Nach meinem dienstlichen Termin im dortigen Tramdepot nahm ich mir noch etwas Zeit, um ein paar Fotos von der Kirche auf der Egg zu machen.

Die ca. 80 Jahre alte Kirche besticht durch eine recht klare Formgebung. Gegen Norden ist der Bau abgerundet. Die Südseite (innen die Altar- und Orgelseite) hingegen ist eine glatte flache Fassade, welche jedoch mit zwei Reliefs verziert ist. (Mehr dazu auf Wikipedia)

Das Gebäude wird inzwischen nicht mehr regelmässig von der reformierten Kirchengemeinde Wollishofen benutzt, dazu reicht wohl inzwischen wieder die kleinere und ältere Kirche etwas unterhalb der Egg. Damit das Gebäude nicht völlig nutzlos dasteht, wurde ein Projektwettbewerb ausgeschrieben. Die eingereichten Ideen spannen sich vom Umbau zur Indoor-Freestyle-Arena über die Umgestaltung in ein Hotel bis zu einer Wohnüberbauung. Letztlich jedoch hat das Projekt Kunst Klang Kirche diesen Bewerb gewonnen. Was ja nicht heissen will, dass man nicht später auf eine der anderen interessanten Projektideen zurückgreift.

Leider war die Kirche verschlossen, als ich vor einigen Tagen dort mit meiner Fotokamera unterwegs war, denn der völlig aus Holz gestaltete Innenraum ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber durchaus einen Blick wert.