12. Aug. 2016

Heiter bis Wolkig

Wir hatten Glück mit dem Wetter in unserer Urlaubswoche auf Amrum. Regen gab es, aber eigentlich nur, wenn wir nachts im Wohnwagen schliefen. Sonne gab es reichlich, fast zu viel für meine empfindliche Haut. Und es gab Tage, die waren einfach sensationell WOLKIG.

Da steht man dann einfach nur da, denkt sich einen riesengrosses WOW!! Und beginnt zu verstehen, warum der Maler Emil Nolde (der deutsche Expressionist schlechthin) viele seiner Bilder in Nordfriesland angefertigt hat.

Mir bleibt „nur“ das Fotografieren. Und hinterher die Sehnsucht nach diesem weiten weiten Himmel. Insbesondere dann wieder, wenn nur ein Wischiwaschihimmel meine Wohnheimat Zürich überspannt. Wenn im Winter eine Inversionswetterlage den Himmel grauen lässt.

Meine Partnerin ermahnt mich immer wieder, ich möge doch meine Bilder – wenn überhaupt – nur so weit nachbearbeiten, dass man gar nicht auf die Idee kommt, sie könnten bearbeitet sein. Hat sie nicht ganz unrecht. Ich habe mir bei diesen Bildern den Rat zu Herzen genommen. Sie sind von mir nur ein klein wenig im Kontrast erweitert worden.

Nicht jeder Tag lieferte solche Wolken – das sei zugegeben. Ein Tag, nach dem diese Bilder entstanden sind, war es fast durchgehend bedeckt. Und der Himmel präsentierte sich überhaupt nicht fotogen. Aber am übernächsten Tag, zogen sie wieder über das weite Blau: Wolken über Amrum.

16. Okt. 2015

Dreist: Cold Call gegen Cold Calls?

Telefonterror

Telefonterror

Wir kennen alle die Cold Calls, die unerwünschten Anrufe. Bei denen uns ein Krankenkassenvergleich, irgendwelche Computerhilfe verkauft werden will. Oder bei denen irgendein Marktforschungsinstitut uns mehr oder weniger persönliche Fragen stellt. Nur das Wissen, dass da am anderen Ende ja doch immer noch ein Mensch mit seinen ureigenen Sorgen und Nöten sitzt, hält mich immer wieder davon ab unhöflich zu werden. Wer so einen Job machen muss, der ist wohl anderweitig im Arbeitsmarkt nicht mehr untergekommen.

Besonders dreist jedoch fand ich einen Cold Call, den ich heute erhalten habe. Da wollte mir doch tatsächlich jemand (Fa. Geminis; wer will,  googelt einfach werbesperre) am Telefon ein Abo verkaufen, das mich vor unerwünschten Anrufen schützen soll. Hallo?? In welches Hirn wurde denn da geschissen? Demnächst behauptet noch irgendwer, dass man mit Völlerei abnehmen kann, oder dass Krieg das einzige Mittel für Frieden ist? Halt Moment, es gibt ja Leute die sowas ernsthaft glauben… Ist für mich der gleiche verwirrte Hirnsauce wie eben so ein Geschäftsmodell mit diesen Cold Calls gegen Cold Calls.

Ganz nebenbei bin ich der Überzeugung, dass ein sogenanntes Abo gegen lästige Werbeanrufe wenig hilft. Mich hat noch selten irgendso ein Krankenkassenvergleichs-Fuzzi von der selben Nummer zwei Mal angerufen. Es sind immer neue Telefonnummern. Ausserdem kann man technisch recht problemlos seine Rufnummern-ID verändern, verschleiern usw… Ich würde also für etwas bezahlen, was mir überhaupt nichts bringt. Und irgendwelche Garantien erhalte ich übrigens auch nicht. Ich hätte also keinerlei Handhabe gegenüber Geminis, wenn ich weiterhin unerwünscht angerufen werde. Nepp also. Zumindest in meinen Augen.

So langsam gehe ich dazu über, nur noch Telefonanrufe anzunehmen, deren Absender ich kenne. Alle anderen können mir ja auf den Anrufbeantworter sprechen, wenn es denn wichtig sein sollte.

8. Aug. 2015

Sommer

ImSwimmingpool

Im Swimmingpool

Es gibt ja Menschen, die finden an JEDEM Wetter etwas auszusetzen. Entweder ist es zu kühl, zu heiss, zu windig, zu trocken oder zu nass. Ich habe mir schon vor Wochen vorgenommen, eben gerade NICHT über die heissen Tage zu jammern, die wir sowohl im Juli als nun auch jetzt im August geniessen dürfen. Sondern das Wetter einfach von seiner besten Seite nehmen. Zum Beispiel auch als Anlass für eine feine Abkühlung. Yeah!!

 

9. Jun. 2015

Kinderfreude

Spielen erlaubt

Spielen erlaubt

Draussen hinter meinem Balkonfenster ist es derzeit recht laut. Denn Kinder toben gerade auf dem Spielplatz im Innenhof meiner Wohnüberbauung herum. Und ganz ehrlich: mich macht das glücklich! Kinder dürfen Lärm machen. Das ist für mich die aller schönste Form von Lärm.

Ich erinnere mich, wie ich einmal vor einigen Jahren eine Wohnung in Würenlos besichtigt hatte. Ich war damals gerade dabei, von der Ostschweiz in die Zürcher Agglo zu zügeln. Die nette Dame von der Wohnungsverwaltung sagte damals fast entschuldigend zu mir: „Sie sollten wissen, dass in diesem Quartier viele Familien mit kleinen Kindern wohnen. Und die machen natürlich untertags auf den Spielplätzen einen rechten Lärm…“ Natürlich finde ich nur fair, wenn man als Wohnungssuchender auf einen solchen Umstand hingewiesen wird. Aber ich finde es auch jammerschade, dass es überhaupt notwendig ist, darauf hinweisen zu müssen.

Kinder sollen spielen dürfen. Kinder sollen Lärm machen dürfen. Kinder sollen ihre natürliche Freude am Leben ausleben dürfen.

Ich selbst habe keine Kinder. Das Leben hat es (bisher) mir nicht vergönnt, Vater zu werden. Und ich denke, dass dieses Kapitel inzwischen auch abgeschlossen ist. (Never say never, aber bleiben wir realistisch…) Man kann jetzt müssig darüber diskutieren, ob das nun förderlich für meine Einstellung ist oder nicht. Vielleicht habe ich in meinem Leben einfach auch noch nicht die Überdosis an Kinderfreude eines eigenen Nachwuchses mittragen müssen. Vielleicht machen mir lärmende Kinder ja auch nur Freude, weil es mir selbst (bisher) nicht vergönnt war, Kinder zu haben. Ich weiss es nicht. Ist auch völlig egal, denn es ist einfach so wie es ist: Kinderlärm bereitet mir Freude!

1. Feb. 2015

Tell her about it

… aus aktuellem Anlass….
(Lyrics)