Posts in Category: Gedankensplitter

In Memoriam Udo Jürgens

Hallo, Mr. President

Nennt mich meinetwegen unheilbar romantisch. Oder auch anspruchslos. Ist mir völlig egal. Auf 3plus lief gerade Hallo, Mr. President. Ich habe diesen Film bestimmt schon 10 Mal angesehen. Vielleicht auf öfters. Aber er gefällt mir. Und ich werde ihn bestimmt noch weitere 10 Mal ansehen.

 

 

Annette Bening und Michael Douglas harmonieren glänzend miteinander. Und Michael J. Fox und Martin Sheen als Mitglieder des Präsidentenstabs sind auch einfach gut.

Und wenn wir schon bei Filmen rund um die menschliche Seite eines amerikanischen Präsidenten sind… Auch der Film „Dave“ mit Kevin Kline und Sigourney Weaver ist einfach gute Unterhaltung.

ZDF und ihre Besten

Das ZDF muss einräumen, dass sie bei der Präsentation der beliebtesten Männer und Frauen für ihre beiden Sendungen „Deutschlands Beste“ Anfang Juli die Reihenfolge manipuliert hat. Mit dem Hintergrund, den ein oder anderen Gast (den man medienwirksam präsentieren kann und der auch der Einladung gefolgt war) etwas besser dastehen lassen zu können.

Liebes ZDF, wehe ihr berichtet irgendwann noch Mal über Manipulationen beim ADAC!!!

Nix gelernt, oder??

Wäre ich einer der lieben Promis, die da in eine der beiden Shows auf dem Sofa sassen, dann wäre meine Kritik noch viel harscher. Denn dann wird es persönlich. Dümmer kann man seine Stargäste doch wirklich nicht mehr brüskieren!

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Pendler oder Anwohner. Oder beides?

Bei mir im Quartier Zürich Altstetten wird gerade ein klein wenig der Bürgeraufstand geübt. Denn die Stadt Zürich plant die Verlegung der Tramlinie 2. Statt wie bisher am Lindenplatz geradeaus zum Farbhof zu fahren, soll das Tram in ein paar Jahren ein Eck über der Bahnhof Altstetten nehmen.

Hintergrund der Planungen ist die Limmattalbahn, die in 6 bis 7 Jahren von Westen her kommend am Bahnhof Altstetten enden wird. Mit der Verlegung der Tramlinie 2 will man für die Pendler am Bahnhof Altstetten ein umfangreiches Umsteige-Angebot realisieren. Tram, Limmattalbahn, Bus und S-Bahn auf engsten Raum.

Jedoch regt sich bei der Altstetter Bevölkerung breiter Widerstand gegen diese geplante neue Linienführung. Zum einen wird bemängelt, dass der Lindenplatz als derzeitiges Quartierzentrum abgewertet werden wird, weil das Tram dann nicht mehr direkt am Platz, sondern vor der Migros in der Altstetterstrasse halten soll. Zum zweiten wird die geplante Gestaltung des Altstetter Bahnhofsvorplatzes bemängelt. Die Haltekanten werden kreuz und quer verteilt, der Bus soll dort mitten durch Fussgängerströme verkehren. Und nicht zuletzt wehren sich nicht wenige gegen die Aufhebung der Tramhaltestelle Bachmattstrasse. Grundtenor: Alles für die Pendler auf Kosten der Anwohner??

Zu dieser letzten Gruppe zähle ich mich übrigens auch. Denn die Bachmattstrasse ist meine Haltestelle. Zwar soll sie ja nicht vollständig aufgehoben werden – es soll die Buslinie 35 zukünftig dort halten, aber aufs Tram müsste ich zukünftig dann zum Lindenplatz rüberlaufen. Das ist für mich eine Einschränkung. Die mir natürlich nicht passt. Obwohl das Jammern auf hohem Niveau ist, denn der Fussweg zum Lindenplatz dauert gerade mal 5 Minuten.

Was mir aber mehr aufstösst, ist die – in meinen Augen – fast vollständige Sinnlosigkeit des ganzen Vorhabens. Da wird Geld verplant für eine Sache, die es einfach nicht wert ist. Limmattalbahn-Benutzer können auch am Farbhof aufs Tram umsteigen. Eine Anbindung der S-Bahn an die Linie 2 halte ich persönlich für nicht so wichtig. Man hat bereits die Tramlinie 4 (nördlich der Bahnlinie) und den 31er Trollybus (südlich der Bahnlinie). Es bleibt allerdings abzuwarten, ob der Trolleybus genügend Kapazität bietet.

Die Stadt Zürich war anscheinend überrascht ob der heftigen Gegenwehr und suchte nun den Dialog mit den Anwohnern. Dazu wurde auf gestern zu einer Veranstaltung im Hotel Spirgarten am Lindenplatz geladen. Der Andrang war gross und ebenfalls der von den Anwohnern geäusserte Unmut. Es bleibt abzuwarten, ob die Herrschaften Stadträte ihre Lehren aus dem gestrigen Abend ziehen. Ich persönlich habe da so meine Zweifel. Und ich bin gespannt, wie es nun weitergeht.

Anmerkung: Dies spiegelt meine persönliche und private Meinung als Anwohner von Zürich-Altstetten wider.  Beruflich (als Tramchaffeur) ist es mir eher unwichtig, wie die Linie 2 geführt werden soll.

Lilly

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Lilly

Lilly wurde vor genau einem Monat – am 26. Mai 2014 – eingeschläfert. Sie hatte ein Leiden an ihrer Leber und in diesem Zusammenhang seit einer Woche das Fressen verweigert und dadurch auch massiv an Gewicht verloren. Und auch schon im Vorfeld – um Ostern herum hatte Lilly eine ähnliche Krise. Da verweigerte sich auch schon ihr Futter. Schon damals trug ich sie zum Tierarzt, und damals wurde auch das Leberleiden festgestellt. Nach einer zweitägigen stationären Behandlung mit Infusionen begann sie damals dann wieder langsam zu fressen. Obwohl ich auch da schon keine grosse Hoffnungen hatte. Aber damals (an Ostern also) wollte sie wohl noch weiter leben.

Ende Mai anscheinend nicht mehr. Das Futter wurde stehengelassen. Wenn ich ihr ein Leckerli unter die Nase hielt, dann wandte sie den Kopf ab, wollte aber gestreichelt werden. Sehr traurig. Schweren Herzens trug ich Sie also zum Tierarzt. Und brachte sie nicht wieder heim.

Lilly wurde … ja wenn ich nur wüsste, wie alt sie eigentlich wirklich geworden ist? Ich bekam die Katze ja auch erst Anfang April aus dem Tierheim Zürich. Dort wurde ich im März vorstellig auf der Suche nach einer Katze, die sich für eine Haltung in einer Wohnung eignet. Mehr als einen Balkon kann ich einer Katze nicht bieten, eine Möglichkeit für Freigang lässt meine Wohnungssituation nicht zu. Lilly war vorher bei einer alten Dame, die leider verstorben war – und die Erben wollten oder konnten das Tier nicht übernehmen. Also kam sie ins Tierheim oben auf dem Züriberg hinterm Zoo. Man sagte mir, sie sei 10 Jahre alt, aber das sei auch nur die Angabe der Leute, die das Tier abgegeben hatten.

Letztendlich wohnte Lilly also nur etwa 8 Wochen bei mir. Von diesen 8 Wochen verbrachte sie die erste unter meinem Sofa. Klar, sie hatte Angst. So sass sie dort, anfangs mit grossen Augen. Später nur noch wachsam , aber etwas entspannter unter meiner Coach. Nachts, während ich schlief, ging sie an den Futternapf (damals frass sie noch!) und auf die Toilette. Nach wenigen Tagen traute sie sich dann auch schon mal aus ihrem Versteck, wenn ich still sitzen blieb.

Und dann kam der tausendfach beglückende Augenblick, an dem sie sich an meine herunterhängende Hand hinzugehen traute und ihr Köpfchen daran rieb. Und anscheinend bemerkte, dass diese Hand nur Gutes im Sinn hatte. Denn Lilly forderte daraufhin schnurrend alle verpassten Streicheleinheiten der vergangenen Tage (Wochen?) ein. Ich sass da, heulte vor Freude Rotz und Wasser und herzte meinen Stubentiger. Endlich war sie angekommen.

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Lilly kurz vor ihrem Tod

Von da an wurde Lilly sehr schnell zutraulich und verschmust. Wenn ich mich abends ins Bett legte, kam sie zu mir, legte sich auf meinen Bauch, schnurrte und genoss die letzten gemeinsamen Minuten des Tages, trollte sich dann nach 10 bis 15 Minuten wieder davon und rollte sich in ihre Liege hinein. Diese 8 Wochen waren sehr intensiv und trotz der Sorgen um ihre Gesundheit und der Tauer um ihr Ende möchte ich die Erinnerung an diese zwei Monate nicht missen.

Man muss allerdings schon vorsichtig fragen, ob die Katze erst bei mir krank geworden ist, oder ob sie schon im Tierheim krank war und diese Krankheit nicht bemerkt worden ist. Was durchaus passieren kann, weil man gerne eine gewisse Appetitlosigkeit einfach den stressigen Umständen zuschreiben möchte, in die so ein Tier gerät, wenn es ihren „Dosenöffner“ verliert und ins Tierheim kommt. Ich will dem Zürcher Tierschutz glauben, dass sie die Katze als – im Grossen und Ganzen – gesund erachtet haben. Aber es ist dennoch traurig.

Ruhe in Frieden. Du warst eine liebenswerte Katze.