20. Okt. 2020

Flexity Tram Zürich

Zürichs Lokazeitungen haben ja schon viel über das neue VBZ-Tram geschrieben. Spekulationen und Gründe über die Verzögerungen bei der Beschaffung dieses Fahrzeugs, für und wider das Design oder den Hersteller des Trams. Dazu muss ich also nicht auch noch meinen Senf abgeben.

Am 15. Oktober 2020 fuhr das Flexity dann zum ersten Mal im öffentlichen Linieneinsatz. D.h. der ganz normale Kunde und Fahrgast konnte ins Tram steigen, ohne dass er zu einem erlauchten Kreis irgendwelcher Ehrengäste gehörte. Bis zu diesem Zeitpunkt sah man das Tram zwar immer wieder in Zürich herumfahren, aber es war dann zumeist mit „Extrafahrt“, „Dienstfahrt“ oder „Fahrschule“ beschriftet. Nun also ganz normal mit „11 Auzelg“ o.ä… Ich hab mich mit meiner Canon auf die Lauer gelegt.

Als ich das neue Bombardier Tram zum ersten Mal sah, gefiel mir die Form der Front (und des Hecks – es ist quasi baugleich) überhaupt nicht. Zu wenig dynamisch, zu wenig windschnittig, fast ein wenig altbacken und langweilig. Inzwischen jedoch komme ich immer mehr zu der Überzeugung, dass der Designerin mit dem Fahrzeug doch ein grosser Wurf gelungen ist. Mir scheint, man wird in 30 Jahren diesen Design-Entwurf als zeitlos elegant würdigen, als weitsichtig. Die Zukunft wird es zeigen. Ich jedenfalls mag das Flexity!!

20. Mai. 2019

Ballenberg

Es ist ein verregneter Monat. Ich spreche vom Mai 2019. Der Monat ist zwar noch nicht zu Ende, aber schon jetzt kann ich sagen, dass ich selten einen solch kühlen und verregneten Mai erlebt habe. Selbst wenn es ab morgen 10 Tage schönes Wetter geben würde. Die Vorhersage verspricht aber auch für kommende Woche kaltes und nasses Wetter.

Freilichtmuseum Ballenberg: Weinbauernhaus

Dennoch: Wir machten uns auf für zwei Tage auf einen Miniurlaub am Brienzer See. Mit Schifffahrt, kleiner Wanderung zu den Giessbachfällen und einem Besuch im Bauernhofmuseum Ballenberg. Und genau darum geht es in diesem Beitrag.

Wir erwischten einen zumindest weitgehend trockenen Tag. Weil das Wetter aber eben nicht warm und sonnig war, befanden sich nur wenige Museumsbeucher in dem weitläufigen Areal. Gut für mich, der ja dort doch lieber Häuser und Zimmer fotografiert als irgendwelche Personen vor Häusern. Und überall dort, wo handwerkliche Vorführungen stattfanden, konnten wir die ungeteilte Aufmerksamkeit der Handwerker geniessen. Wir begannen beim Osteingang und „arbeiteten“ uns langsam nach Westen vor.

Wir planten einen kompletten Tag für dieses weitläufige Museum ein. Und das war auf gut so. Denn eigentlich könnte man locker mehrere Tage dort verbringen. Ballenberg ist wirklich umfangreich. Allein die Vorstellungen der verschiedenen Handwerke und Berufe erscheinen schier endlos. Der Blick in die alten Werkstätten, die Erkundung der entsprechenden Häuser und das Besuchen der oftmals zusätzlich eingerichteten Ausstellungen bringt wahnsinnig viele Informationen. Irgendwann war ich dann nur noch begrenz aufnahmefähig.

Es wird auf jeden Fall in naher Zukunft noch einen zweiten Besuch in diesem liebevoll gestalteten Museum geben. Und dann werde ich voraussichtlich beim Westeingang beginnen, weil wir eben den Westteil des Areals nur sehr schnell durchlaufen hatten. Und es hätte noch so viel Schönes und Interessantes zu Sehen gegeben. Aber unsere eigene Müdigkeit und die anstehende abendliche Schliessung verhinderte, auch dort müssig und eingehend die vielen Häuser zu erkunden.

Nicht ganz zufrieden bin ich mit der Ausbeute meiner fotografischen Tätigkeit. Im Nachhinein habe ich das Gefühl, dass ich mal wieder viel zu schluderig und wenig sorgfältig meine Kamera bedient hatte. Viele Aufnahmen sind unscharf, unschön und belanglos. Nur ganz Weniges ist annähernd so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe. Der erste Durchblick meiner Fotos hat mich ziemlich entmutigt: ob ich in Zukunft überhaupt noch weiter meine schwere Canon mitschleppen soll? Ein zweiter Blick durch meine Aufnahmen liess mich dann doch ein paar annehmbare Fotos herauspicken. Hier sind sie…

31. Okt. 2018

Trams aus aller Welt: Konya

Aus meiner recht unregelmässigen Reihe „Trams aus aller Welt“ stelle ich heute vor: Konya. Konya?? Wo soll denn das sein? Nun, Konya ist eine Millionenmetropole mitten in der Türkei, etwa 200 km südlich von Ankara. Ich hatte vor einigen Wochen dort einige Stunden Aufenthalt während meines Urlaubs, als wir von Antalya nach Kappadokien hinein gefahren waren.

Die Strassenbahn in Konya läuft auf einem Normalspur-Netz (1435 mm) mit modernen Škoda Fahrzeugen. Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass die Tramzüge streckenweise ohne Oberleitung verkehren. Entlang des Mevlânâ-Museums und der historischen Altstadt baute man die Oberleitung ab, um das Stadtbild zu erhalten. Gefahren wird der Abschnitt mit Batterie. Auf dem ersten Bild erkennt man das Ende der Oberleitungsstrecke, ebenfalls kann man sehen, wie einer der beiden Wägen gerade den Stromabnehmer senkt. Dort wo Oberleitung verwendet wird, hat man (zumindest im inneren Stadtbereich) recht formschöne Masten aufgestellt.
Kleines Detail am Rande: auch türkische Tram-Chauffeure grüssen zuweilen einen Fotografen (letztes Bild) 😉

4. Sep. 2018

Koalas und anderes Getier

War gestern mal wieder im Zürcher Zoo. In erster Linie, weil ich die neu Australien-Anlage mit den Koalas, Waranen usw. noch nicht gesehen habe. Aber natürlich hab ich meine Fotokamera auch auf andere Tiere gerichtet….

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So völlig will mir die Australien-Anlage noch nicht gefallen. Denn die Aussengehege wirken derzeit noch etwas steril. Es gibt einen Bereich, in dem man zu den Emus und Känguruhs hinein gehen kann. Dort braucht es wohl noch mindestens einen Sommer, bis die Grünpflanzen eine Grösse erreicht haben, die das ganze Areal etwas normaler aussehen lässt.
Die Gehege im Innenbereich (Koalas, Echsen) hingegen gefallen mir gut. Schön in Szene gesetzt, wieder mit vielen zusätzlichen Informationstafeln angereichert. Natürlich habe ich mich dann auch einer Tierpräsentation angeschlossen, die von einer Tierpflegerin sehr interessant und anschaulich durchgeführt wurde. Sie konnte uns noch viel über die verschiedenen gezeigten Tiere erzählen: über Fütterung, Gesundheitsvorsorge, Gehegegestaltung, Zuchtpläne usw… sehr spannend! So muss Zoo sein!