22. Okt. 2020

Wildkatzen in Langenberg

Es war eigentlich zum Haareraufen – wobei ich sowieso schon recht wenig Haare auf dem Kopf habe: wir waren kürzlich bei sonnigen Herbstwetter im Wildnispark Langenberg (bei Langnau a. A.). In erster Line wollten wir dort den sog. Raubtierpfad ablaufen, in der Hoffnung, Wildkatzen, Wölfe, Bären und Luchse zu sehen. Aber die Gehege präsentierten sich in ausschliesslich buntem Herbstlaub. Vierbeiner waren keine zu entdecken, die haben sich alle irgenwo verkrochen.

Eigentlich wollten wir schon etwas enttäuscht wieder in Richtung S-Bahn zurücklaufen. Wir beschlossen, doch noch ein zweites Mal kurz zu den Wildkatzen rein zu schauen. Und siehe da: sie hatten sich etwas aus ihren Verstecken herausgetraut und zeigten etwas Aktivität.

Insgesamt waren es drei Tiere, die wir erkennen konnten. Zuerst hielten sie sich irgenwo in den Ästen einer Kiefer auf, später kamen sie auch vereinzelt an den Boden herunter, futterten eine Maus oder machten Toilette….

1. Feb. 2019

Wilhelma

Es ist schon eine geraume Zeit her, genau genommen schon 8 Monate: im letzten Mai reiste ich nach Stuttgart, um den dort ansässigen Zoo zu besuchen. In der baden-württembergischen Landeshauptstatt hat dieser zoologisch-botanische Garten einen eignen Namen: Wilhelma. Der Park wurde ursprünglich im 19. Jh als königliche Gartenanlage angelegt, mit einer Mischung aus Tiergehegen, Pflanzenhäusern und sonstigen Gebäuden – die meisten davon im damals beliebten maurischen Baustil. König Wilhelm wollte dort lustwandeln und seinen Gästen ein repräsentatives Refugium anbieten. Später, nach dem zweiten Weltkrieg, wurde der Park zu einem zoologisch-botanischen Garten ausgebaut.


Es war – selbst für den Mai – ein aussergewöhnlich warmer und schöner Samstag, als ich dort in der Wilhelma herumstreunte. Begünstigt durch das Wochenende kamen ausserordentlich viele Besucher in den Park. Dennoch verteilten sich die Menschenmassen sehr gut in dem weitläufigen Gelände. Sehr gut gefallen haben mir insbesondere die Gewächshäuser, das Gehege der Schneeleoparden und der Mammutbaum-Wald. Ebenfalls einen Besuch wert ist das Schmetterling-Haus. Und die vielen Gebäude im Maurischen Baustil zaubern ein ganz besonderes Flair.

4. Sep. 2018

Koalas und anderes Getier

War gestern mal wieder im Zürcher Zoo. In erster Linie, weil ich die neu Australien-Anlage mit den Koalas, Waranen usw. noch nicht gesehen habe. Aber natürlich hab ich meine Fotokamera auch auf andere Tiere gerichtet….

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So völlig will mir die Australien-Anlage noch nicht gefallen. Denn die Aussengehege wirken derzeit noch etwas steril. Es gibt einen Bereich, in dem man zu den Emus und Känguruhs hinein gehen kann. Dort braucht es wohl noch mindestens einen Sommer, bis die Grünpflanzen eine Grösse erreicht haben, die das ganze Areal etwas normaler aussehen lässt.
Die Gehege im Innenbereich (Koalas, Echsen) hingegen gefallen mir gut. Schön in Szene gesetzt, wieder mit vielen zusätzlichen Informationstafeln angereichert. Natürlich habe ich mich dann auch einer Tierpräsentation angeschlossen, die von einer Tierpflegerin sehr interessant und anschaulich durchgeführt wurde. Sie konnte uns noch viel über die verschiedenen gezeigten Tiere erzählen: über Fütterung, Gesundheitsvorsorge, Gehegegestaltung, Zuchtpläne usw… sehr spannend! So muss Zoo sein!

19. Mrz. 2017

Nicht nur Ruwani

Ruwani

Ruwani

Vergangene Woche war ich – mal wieder – Im Zürcher Zoo. Ich besitze schon seit geraumer Zeit eine Jahreskarte. Was mir die Freiheit erlaubt, bei einem Besuch auch ganz gezielt mal Bereiche des Tiergartens einfach links liegen zu lassen. Ich muss nicht unbedingt versuchen, so viel wie möglich für meinen bezahlten Eintritt zu erleben und zu sehen.

Der Besuch in dieser Woche war natürlich in erster Linie dem jungen Elefantenbaby Ruwani geschuldet. Unser Zürcher Zoo – so hat es einmal eine Mitarbeiterin in einer Tierpräsentation erklärt – beachtet bei der Vergabe von Tiernamen eine interessante Regel: Innerhalb eines Jahres ist der Anfangsbuchstabe der Gleiche. Und im Folgejahr wird dann der im Alphabet ebenfalls folgende Anfangsbuchstabe gewählt. Das erlaubt Mitarbeitern und Zoobesuchern, anhand des Anfangsbuchstaben eines (benannten) Tieres dessen Alter zu errechnen. 2017 ist nun das „R“ an der Reihe.

Als ich am Elefantenhaus ankam, war der kleine Racker erst mal nirgendwo zu entdecken. Weder draussen noch drinnen in der Halle war viel los. Nach einigem Umher-schlendern beschloss ich also, wieder von Kaeng Krachan Elefantenpark zurück in die restlichen Zoobereich zu laufen. Ein letzter Blick in die Aussengehege belohnte mich dann aber doch noch. Zusammen mit Mutter Farha und Grossmutter Ceyla-Himali spazierte der tapfere Jüngling durch die Gegend, versuchte sich auch zwischendurch mal im Schlammbad. Es war nicht so leicht, den kleinen Rüssel vor die Linse zu bekommen, denn die beiden Begleiterinnen schirmten ihn noch sehr konsequent ab. Aber so ein paar zufriedenstellende Schnappschüsse kamen dann doch noch zusammen.

Danach nahm ich mir dann noch Zeit für ein paar andere Gehege. Fast schon zum Pflichtprogramm gehören für mich die drei Grosskatzen im Zürcher Zoo: Amurtiger, indischer Löwe und Asiatischer Schneeleopard. Die Löwen versteckten sich in einem uneinsehbaren Gehegeteil, man sah nur von fern ein paar ockerfarbene Fellrücken. Die Tigerin war sehr unruhig, lief viel herum und brüllte immer wider. Den Grund dafür erfuhr ich dann tags darauf aus der Zeitung. Es war ein Besuchermännchen aus dem Zoo Münster eingetroffen. Und das schien wohl auch der hiesigen „Elena“ nicht entgangen zu sein.
Bei den Schneeleoparden – die beiden Jungtiere sind ja nun beide weggegeben worden – sah man nur ein Elternteil. Es sass auf ihrem Lieblingsplatz und betrieb fleissig Fellpflege. Gelegenheit für ein paar Fotos.

Danach besuchte ich noch das Exotarium mit all den Echsen und auch den neuen Aquarien und natürlich die Masoalahalle. Dieser Urwald fasziniert mich immer wieder neu. Natürlich darf noch verhohlen werden, dass auch dort manche Tiere immer wieder an den selben Stellen zu entdecken sind. Nämlich dort, wo sie auch ihr Futter finden. So gibt es ein paar Ecken, an denen es mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Chamäleon oder ein Gecko zu entdecken gibt. Circus Maoala eben. Und so entstanden dann noch ein paar weitere recht nette Fotos.