Kinderfreude

Spielen erlaubt

Spielen erlaubt

Draussen hinter meinem Balkonfenster ist es derzeit recht laut. Denn Kinder toben gerade auf dem Spielplatz im Innenhof meiner Wohnüberbauung herum. Und ganz ehrlich: mich macht das glücklich! Kinder dürfen Lärm machen. Das ist für mich die aller schönste Form von Lärm.

Ich erinnere mich, wie ich einmal vor einigen Jahren eine Wohnung in Würenlos besichtigt hatte. Ich war damals gerade dabei, von der Ostschweiz in die Zürcher Agglo zu zügeln. Die nette Dame von der Wohnungsverwaltung sagte damals fast entschuldigend zu mir: „Sie sollten wissen, dass in diesem Quartier viele Familien mit kleinen Kindern wohnen. Und die machen natürlich untertags auf den Spielplätzen einen rechten Lärm…“ Natürlich finde ich nur fair, wenn man als Wohnungssuchender auf einen solchen Umstand hingewiesen wird. Aber ich finde es auch jammerschade, dass es überhaupt notwendig ist, darauf hinweisen zu müssen.

Kinder sollen spielen dürfen. Kinder sollen Lärm machen dürfen. Kinder sollen ihre natürliche Freude am Leben ausleben dürfen.

Ich selbst habe keine Kinder. Das Leben hat es (bisher) mir nicht vergönnt, Vater zu werden. Und ich denke, dass dieses Kapitel inzwischen auch abgeschlossen ist. (Never say never, aber bleiben wir realistisch…) Man kann jetzt müssig darüber diskutieren, ob das nun förderlich für meine Einstellung ist oder nicht. Vielleicht habe ich in meinem Leben einfach auch noch nicht die Überdosis an Kinderfreude eines eigenen Nachwuchses mittragen müssen. Vielleicht machen mir lärmende Kinder ja auch nur Freude, weil es mir selbst (bisher) nicht vergönnt war, Kinder zu haben. Ich weiss es nicht. Ist auch völlig egal, denn es ist einfach so wie es ist: Kinderlärm bereitet mir Freude!

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