Modellbahn-Anlage: Rohbau

Modelleisenbahnanlage - rechter AnlagenteilIn den vergangenen zwei Wochen bin ich wieder ein paar Schritte vorangekommen mit dem Bau meiner Modellbahn-Anlage. Die Gleiswendel am rechten Anlagenrand steht und der zentrale Bahnhofsbereich hat seine ersten Holzplatten erhalten. Zwei Gleise liegen bereits probehalber drauf. Ich bin also noch immer im Rohbau: Trassen werden ausgesägt und verschraubt, darauf dann die Gleise. Für die nächsten Schritte (des Trassenbaus) arbeite ich mich dann auf dem ca. 20 cm hohen Bahnhof weiter nach links vor. Dort wird dann die Strecke in einem weitem Bogen mit einem Gefälle zum vorderen Anlagenrand weitergeführt.

Weil dies mein erster Beitrag über meine Eisenbahnanlage ist, gibt es erst einmal einen Gleisplan zur Übersicht. Diesen Plan habe ich nicht selbst erstellt, sondern ich verwende als Vorlage einen alten Vorschlag von Märklin (den kann man übrigens hier runterladen)

Modelleisenbahnanlage Übersichtsplan

Die Anlage wird ca 3,6 Meter breit werden, die Tiefe beträgt knapp 1,5 Meter. Fertig verlegt sind inzwischen der dreigleisige Schattenbahnhof, die Paradestrecke am vorderen Anlagenrand und eben die (unterirdische) Gleiswendel auf der rechten Seite. Ein kleine Herausforderung wird dann noch die Wendeschleife (auf dem Bild Tunneleingang mit „10“ markiert), die eben genau unter dem Bahnhofsbereich, aber auch exakt über dem Schattenbahnhof (quasi als Zwischenebene in 10 cm Höhe) reingezimmert wird. Kann sein, dass ich dafür noch die ein oder andere Stützstrebe für die Bahnhofsplatte versetzen muss.

Modelleisenbahnanlage - SchattenbahnhofWenn die Gleise dann mal alle liegen (das hoffe ich bis spätestens Weihnachten erledigt zu haben), kann die Verkabelung beginnen. D.h., die Weichen erhalten Antriebe, Kontaktstellen werden installiert und verkabelt, usw… Wahrscheinlich werde ich den Bahnhof etwas schlanker bauen als oben dargestellt. Das Stumpengleis ganz vorne (4) entfällt, und auch beim Betriebswerk (6) bzw. Lokschuppen (7) könnte es Änderungen geben. Die Landschaftsgestaltung betreffend plane ich, rechts anstatt eines bewaldeten Berges mit Bergkirche (13) eine kleine Stadt hin zu stellen: mit Stadtmauer, schönen pittoresken Fachwerkhäusern, Kopfsteinpflaster, schmiedeseiseren Strassenlampen usw. Auch das Wasser am vorderen Rand wird es bei mir nicht geben, allerhöchstens irgendwo einen Bach.

Was gibt es auf den zwei Fotos noch zu entdecken? Man kann evtl. erkennen, dass ich Teile des Schattenbahnhofes bereits mit einem Dämmvlies unterlegt habe – in der Hoffnung, so etwas die Geräuschentwicklung zu mindern. Unterirdisch plane ich das mit diesem Vlies, bei den sichtbaren Streckenteilen voraussichtlich mit einer Korkunterlage.
Die Trassen selbst sind mit 10 mm Sperrholz verlegt, die ganzen Spanten sind aus 40 x 60 mm Fichtenholz verschraubt. Ich habe die Anlage so konstruiert, dass man sie genau in der Mitte auseinandernehmen kann. Für den Fall, wenn man sie (aus Platzgründen) weglagern muss, oder damit man sie bei einem Wohnungsumzuges leichter transportieren kann.
Im Moment steht noch eine alte Central Station 1 zur Steuerung der Züge an der Anlage. Aber bevor ich nicht alles weitgehend verkabelt habe, mache ich mir noch keine Gedanken über eine Neuanschaffung einer aktuelleren Steuerungszentrale. Wer weiss was bis dahin dann auf dem Markt verfügbar ist.
Als Rollmaterial kommen bei mir Lokomotiven und Wägen nach deutschen Vorbildern aus den 70er und 80er Jahren zum Einsatz (sog. Epoche IV). Das war die Zeit, als die allerletzten Dampflokomotiven noch fuhren, als dann in (West-)Deutschland die Züge in Korallblau-Beige lackiert wurden. Das ist die Zeitepoche meiner Kindheit, damals hat irgendwas diesen komischen Eisenbahnvirus bei mir keimen lassen. Und es ist auch m. E. finanziell sinnvoll, sich bei der Anschaffung dieser teuren Lokomotiven und Wägen auf ein konkretes Sammelgebiet einzuschränken.

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