Nicht nur Ruwani

Ruwani

Ruwani

Vergangene Woche war ich – mal wieder – Im Zürcher Zoo. Ich besitze schon seit geraumer Zeit eine Jahreskarte. Was mir die Freiheit erlaubt, bei einem Besuch auch ganz gezielt mal Bereiche des Tiergartens einfach links liegen zu lassen. Ich muss nicht unbedingt versuchen, so viel wie möglich für meinen bezahlten Eintritt zu erleben und zu sehen.

Der Besuch in dieser Woche war natürlich in erster Linie dem jungen Elefantenbaby Ruwani geschuldet. Unser Zürcher Zoo – so hat es einmal eine Mitarbeiterin in einer Tierpräsentation erklärt – beachtet bei der Vergabe von Tiernamen eine interessante Regel: Innerhalb eines Jahres ist der Anfangsbuchstabe der Gleiche. Und im Folgejahr wird dann der im Alphabet ebenfalls folgende Anfangsbuchstabe gewählt. Das erlaubt Mitarbeitern und Zoobesuchern, anhand des Anfangsbuchstaben eines (benannten) Tieres dessen Alter zu errechnen. 2017 ist nun das „R“ an der Reihe.

Als ich am Elefantenhaus ankam, war der kleine Racker erst mal nirgendwo zu entdecken. Weder draussen noch drinnen in der Halle war viel los. Nach einigem Umher-schlendern beschloss ich also, wieder von Kaeng Krachan Elefantenpark zurück in die restlichen Zoobereich zu laufen. Ein letzter Blick in die Aussengehege belohnte mich dann aber doch noch. Zusammen mit Mutter Farha und Grossmutter Ceyla-Himali spazierte der tapfere Jüngling durch die Gegend, versuchte sich auch zwischendurch mal im Schlammbad. Es war nicht so leicht, den kleinen Rüssel vor die Linse zu bekommen, denn die beiden Begleiterinnen schirmten ihn noch sehr konsequent ab. Aber so ein paar zufriedenstellende Schnappschüsse kamen dann doch noch zusammen.

Danach nahm ich mir dann noch Zeit für ein paar andere Gehege. Fast schon zum Pflichtprogramm gehören für mich die drei Grosskatzen im Zürcher Zoo: Amurtiger, indischer Löwe und Asiatischer Schneeleopard. Die Löwen versteckten sich in einem uneinsehbaren Gehegeteil, man sah nur von fern ein paar ockerfarbene Fellrücken. Die Tigerin war sehr unruhig, lief viel herum und brüllte immer wider. Den Grund dafür erfuhr ich dann tags darauf aus der Zeitung. Es war ein Besuchermännchen aus dem Zoo Münster eingetroffen. Und das schien wohl auch der hiesigen „Elena“ nicht entgangen zu sein.
Bei den Schneeleoparden – die beiden Jungtiere sind ja nun beide weggegeben worden – sah man nur ein Elternteil. Es sass auf ihrem Lieblingsplatz und betrieb fleissig Fellpflege. Gelegenheit für ein paar Fotos.

Danach besuchte ich noch das Exotarium mit all den Echsen und auch den neuen Aquarien und natürlich die Masoalahalle. Dieser Urwald fasziniert mich immer wieder neu. Natürlich darf noch verhohlen werden, dass auch dort manche Tiere immer wieder an den selben Stellen zu entdecken sind. Nämlich dort, wo sie auch ihr Futter finden. So gibt es ein paar Ecken, an denen es mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Chamäleon oder ein Gecko zu entdecken gibt. Circus Maoala eben. Und so entstanden dann noch ein paar weitere recht nette Fotos.

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