Privates Kleinod

Die Geschäftswelt hat ja allerorten bereits sämtliche Spuren auf die Weihnachtszeit getilgt. Schliesslich muss der Winterschlussverkauf beworben werden, da haben Tannenzweige und Sterne keinen Platz mehr. Aber Weihnachten ist eigentlich noch nicht vorbei, erst recht nicht für meinen Schwager, der  aus einer katholischen Familie stammt. Da ist erst am 2. Februar, an Mariä Lichtmess (40 Tage nach der Hlg. Nacht) die Weihnachtszeit zu Ende.

Am vergangenen Wochenende fuhr ich mit meiner Partnerin nach Südbayern, um ein paar meiner Geschwister zu besuchen. Und da war ich eben auch meiner ältesten Schwester und (besagtem) Schwager zu Besuch. Beide (Schwester und Schwager) sind begeisterte „Sammler schöner Dinge“ und haben schon seit geraumer Zeit ein Faible für Weihnachtskrippen. Ich war also vorgewarnt, als mein Schwager fast so nebenbei meinte, dass er uns seine Krippe zeigen wolle.

Was ich dann aber dort bei Ihnen im „Freizeitzimmer“ aufgestellt sah, hat mich dann schon schwer beeindruckt. Da steht doch tatsächlich eine Bühne mit mehr als einem Meter Breite, darin feinste italienische Figuren aus Ton in 30 cm Höhe. Wunderbare Handarbeiten, mit ausdrucksstarken Gesichtszügen und Körperhaltungen, edle Stoffe. Einfach wunderschön.

Diese Krippe wird dort dann auch noch bis zum 2. Februar stehen. Hier ein paar Bilder. Voilà!!

 

 

Händel – Judas Maccabäus

Konzertplakat Händel Judas Maccabäus / Aargauer Kantorei
Konzertplakat Händel Judas Maccabäus / Aargauer Kantorei

G. F. Händel: Judas Maccabäus
Man kennt von Händel ja eher den Messias. Judas Maccabäus ist aber ebenso ein typisches Händel-Oratorium.

Aus dem Programm: …“Die Israeliten beklagen den Tod ihres Führers Mattathias und bitten Gott, ihnen einen würdigen Nachfolger zu schenken. Judas – der Sohn des Verstorbenen – wird dessen Nachfolger und tritt mit seinem Volk gegen die Widersacher an. Seine Entschlossenheit bringt ihm den Ehrentitel „Maccabäus“ = „Der Hämmerer“ ein. Es gelingt Judas Maccabäus, sein Volk letztlich in den Frieden zu führen. In Jerusalem feiern die Priester und das Volk das Fest des Lichts und die Wiedereinweihung des 2. Tempels. Dieses Fest des Lichts („Chanukka“) fällt mit der christlichen Adventszeit zusammen.“

Händel ist eigentlich nicht so mein Ding. Ich singe lieber Mozart, Mendelssohn oder Bach, Oder oder… Händel kommt mir oft etwas statisch daher. Solche .. sagen wir mal .. typischen händel’schen Fanfaren, Kadenzen und Melodien gibt es auch im Judas Maccabäus zuhauf. Daneben aber gibt es etliche Arien und Chorstücke, die  – trotz Händel – so gut sind, dass sie mich zu Tränen rühren. Und deswegen bin ich bei diesem Projekt gern dabei.

Ich werde dieses Werk als Mitglied der Aargauer Kantorei in 4 Konzerten mitsingen. Vom 10.-13. Dezember 2015. Drei Mal im Aargau (2 xAarau, Zofingen) und zu guter Letzt im Grossmünster Zürich.

Anhören!! Link zur Kartenbestellung: http://goo.gl/ZqMXlf

Dreist: Cold Call gegen Cold Calls?

Telefonterror
Telefonterror

Wir kennen alle die Cold Calls, die unerwünschten Anrufe. Bei denen uns ein Krankenkassenvergleich, irgendwelche Computerhilfe verkauft werden will. Oder bei denen irgendein Marktforschungsinstitut uns mehr oder weniger persönliche Fragen stellt. Nur das Wissen, dass da am anderen Ende ja doch immer noch ein Mensch mit seinen ureigenen Sorgen und Nöten sitzt, hält mich immer wieder davon ab unhöflich zu werden. Wer so einen Job machen muss, der ist wohl anderweitig im Arbeitsmarkt nicht mehr untergekommen.

Besonders dreist jedoch fand ich einen Cold Call, den ich heute erhalten habe. Da wollte mir doch tatsächlich jemand (Fa. Geminis; wer will,  googelt einfach werbesperre) am Telefon ein Abo verkaufen, das mich vor unerwünschten Anrufen schützen soll. Hallo?? In welches Hirn wurde denn da geschissen? Demnächst behauptet noch irgendwer, dass man mit Völlerei abnehmen kann, oder dass Krieg das einzige Mittel für Frieden ist? Halt Moment, es gibt ja Leute die sowas ernsthaft glauben… Ist für mich der gleiche verwirrte Hirnsauce wie eben so ein Geschäftsmodell mit diesen Cold Calls gegen Cold Calls.

Ganz nebenbei bin ich der Überzeugung, dass ein sogenanntes Abo gegen lästige Werbeanrufe wenig hilft. Mich hat noch selten irgendso ein Krankenkassenvergleichs-Fuzzi von der selben Nummer zwei Mal angerufen. Es sind immer neue Telefonnummern. Ausserdem kann man technisch recht problemlos seine Rufnummern-ID verändern, verschleiern usw… Ich würde also für etwas bezahlen, was mir überhaupt nichts bringt. Und irgendwelche Garantien erhalte ich übrigens auch nicht. Ich hätte also keinerlei Handhabe gegenüber Geminis, wenn ich weiterhin unerwünscht angerufen werde. Nepp also. Zumindest in meinen Augen.

So langsam gehe ich dazu über, nur noch Telefonanrufe anzunehmen, deren Absender ich kenne. Alle anderen können mir ja auf den Anrufbeantworter sprechen, wenn es denn wichtig sein sollte.

Zürisee im Herbstföhn

Gestern verwöhnte uns die Sonne in Zürich mit einem herrlichen Wetter, etwas Föhneinfluss liess die Glarner Alpen hinter dem Zürisee leuchten. Gerne wäre ich bei so einem Licht mit meiner Kamera losgezogen auf der Jagd nach schönen Motiven. Aber ich durfte arbeiten, sprich Tram pilotieren. Aber immerhin konnte ich mal am späten Nachmittag an der Endstation Tiefenbrunnen schnell zum Schiffsteg an den See springen und mit der kleinen Kamera einen Schnappschuss in Richtung Süden machen. Voilà: Der Zürisee im späten Nachmittagslicht.

Zürisee an einem herbstlichen Spätnachmittag
Zürisee an einem herbstlichen Spätnachmittag

 

Konzert auf hohem Niveau

Kirche Rigi Kaltbach - Foto: Ernst Dietiker
Kirche Rigi Kaltbach – Foto: Ernst Dietiker

Wenn ich singe, vor allem wenn ich vor Publikum singe, dann ist es schon immer mein Bestreben, gute Musik zu machen. Also Musik auf hohem Niveau. Dies wird mir – da bin ich mir sicher – auch am kommenden Sonntag, den 30. August gelingen. Denn dort wirke ich in einem kleinen feinen Konzert oben auf der (so der Werbeslogan) Königin der Berge mit: Auf der Rigi. Genauer gesagt, in der evangelisch-reformierten Bergkirche Kaltbach. Und die liegt doch immer hin auf etwa 1500 Meter (über NN). Hohes Niveau also. Doch nicht nur die Meereshöhe wird etwas höher als üblich sein, sondern auch unsere Musik wird entsprechend angemessen sein, da bin ich mir sicher.

Dort lädt der Kulturkreis Rigi am Nachmittag um 16 Uhr zu einem Sommerkonzert ein. Neben unserem kleinem 12-köpfigen Sängerensamble aus Mitgliedern des Collegium Vocale des Grossmünsters Zürich erklingt auch feine Streich- und Orgelmusik. Das genaue Programm kann man hier einsehen (PDF).

Das Wetter wird am kommenden Wochenende zumindest freundlich sein, so zumindest sind die Prognosen. Ich denke, ich werde den Tag dort oben auf der Rigi so richtig geniessen. Herrliche Rundumsicht, vielleicht was schönes irgendwo zum Essen. Dann das Konzert mit feiner Musik. Bleibt nur noch mein Wunsch, dass nicht nur ich, sondern möglichst viele Konzertbesucher an diesem letzten Augustsonntag auf die Rigi und in die kleine Kirche kommen werden.