Trams aus aller Welt: Leipzig

Die ostdeutsche Stadt Leipzig verfügt über eines der umfangreichsten Strassenbahnnetze Deutschlands. Je nach Zählweise – also ob man die Stadtbahn Köln als Strassenbahn bezeichnet oder nicht – liegt Leipzig auf Platz 2 (oder 3) hinter Berlin in Bezug auf die Streckenlänge. 143 km Streckenlänge.

Als ich vor einigen Wochen in Leipzig war, fiel mir als erstes die grosse vierspurige Doppelhaltestelle am Hauptbahnhof auf. Dort kommen und gehen die Tramzüge fast im Minutentakt. Und es fiel mir auf, dass recht unterschiedliche Fahrzeugtypen in Leipzig verkehren. Neben alten Tatras fahren Eigenkonstruktionen (heute HeiterBlick), Bombardiers und auch Solaris Tramtypen.

Für meine Fotos habe ich mich dann aber nicht an den Hauptbahnhof postiert sondern eine Haltestelle weiter. Die Aufnahmen entstanden an der Halteselle Goerdelerring.

  • Tram Leipzig: Solaris Tramino
  • Tram Leipzig: Tatra
  • Tram Leipzig: NGT8
  • Tram Leipzig: Leoliner

Kaum bemerkbar ist ist die besondere Spurweite der Leipziger Strassenbahn. Mit 1458 mm ist sie jedoch noch etwas breiter als die „grosse“ Eisenbahn, welche auf 1435 mm läuft. Mein Auge erkennt jedoch diese 23 mm Unterschied nicht.

Faszinierend finde ich, dass Leipzig im Jahre 2003 den Mumm besass, einfach eigene Trams zu bauen. Nicht wenige Verkehrsbetriebe besitzen in ihren Werkstätten ein enormes Know-How für den Unterhalt und Umbau von Strassenbahnen. Jedoch ist es doch ein grosser Schritt vom Umbau eines Trams zu einer Neukonstruktion. Das Ergebnis dieser Eigenentwicklung sind die „Leoliner“. Und aus der damaligen LEOLINER Fahrzeug-Bau Leipzig GmbH (FBL) entstand das heutige Unternehmen HeiterBlick.

Bei weiteren Fahrzeug-Anschaffungen in den Folgejahren kamen dann jeoch wieder auswärtige Unternehmen zum Zuschlag. So gibt es in Leipzig auch eine Variante der Bombardier Flexitiy Classic Trams (ohne Bild) und als neueste Generation die polnischen Solaris Traminos.

Intereressant finde ich auch die Tatra-Kompositionen, die in Leipzig verkehren. Ich sah immer drei-teilige Züge, wobei der letzte Wagen ein neuer (Bombardier NB4) Anhänger mit Niederflureinstieg ist. So können auch mobilitätseingeschränkte Fahrgäste diese Trams benutzen.

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